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Beck's kürzt Werbespendings um die Hälfte
202 Millionen Euro haben neun der größten deutschen Braureien zwischen Januar und November 2009 brutto in Werbung investiert. Dies geht aus einer Analyse des Marktforschungsinstituts Nielsen Media Research hervor, die W&V Online vorliegt.
Big Spender unter den sogenannten Fernsehbieren war einmal mehr die Krombacher Brauerei, die fast 48 Millionen Euro in Werbung investierte. Die Brauerei aus dem Siegerland ist nicht nur im TV dauerpräsent, sondern auch im Sport stark engagiert. So ist der Marktführer Hauptsponsor von Arminia Bielefeld und unterstützt u.a. den Handball-Bundesligisten HSG Nordhorn. Im Jahr zuvor gab Krombacher noch über 51 Millionen Werbe-Euros aus.
Auf Platz zwei im Nielsen-Ranking folgt die Bitburger Brauerei, die ihre Spendings von knapp 36 Millionen Euro auf über 38 Millionen steigerte. Damit gehört die Marke aus der Eifel neben der Radeberger Gruppe (34,5 Millionen) und der Warsteiner Brauerei (34 Millionen) zu den drei Brauereien, die von Januar bis November 2009 ihre Spendings steigerten, alle übrigen fuhren ihre Werbe-Investments zurück.
Erschreckend der Rückgang bei der Premiummarke Beck’s und bei Hasseröder. Die Bremer Brauerei kürzte laut Nielsen Media Research die Spendings von fast 26 Millionen um mehr als die Hälfte auf unter 13 Millionen zusammen, die Ost-Brauerei Hasseröder sogar von über 16 Millionen auf unter zwei Millionen Euro brutto. Beide Marken gehören zum weltgrößten Braukonzern InBev, der seine waghalsige Übernahmepolitik – InBev übernahm 2008 die US-Brauerei für fast 50 Milliarden Dollar – durch rigoroses Kosten-Management und massive Stellenstreichungen zu finanzieren versucht. Ein Sprecher von Beck's weist darauf hin, dass die Budget-Cuts "durch PR und Event " deutlich aufgefangen worden seien. Die Marken Beck's und Hasseröder hätten sich wie wenige andere Marken vom negativen Trend des Biermarktes abgekoppelt. "Hasseröder wächst sogar", so der Sprecher.
- Werbespendings-2009vs2008.pdf 95,89 kB
Wieking Redakteur











