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Dank Otto: Quelle feiert Comeback
Die Otto-Group leitet das Revival des insolventen Versandhauses Quelle ein - zunächst im Internet. Bereits diese Woche, so ein Otto-Sprecher gegenüber der aktuellen Ausgabe des Branchenmagazins Werben & Verkaufen (EVT: 11.03.), könne sich das Versandhaus mit dem Angebot "einzelner Waren" im Web zurückmelden. Aktuell ist die Quelle-Domain inaktiv. "Die Hauptaufgabe besteht darin, quelle.de als Anlaufstation im Netz zu verankern", erklärt der Sprecher. Die Otto-Gruppe erwirtschaftet mittlerweile 60 Prozent ihres Umsatzes im Online-Verkauf, mehr als eine Milliarde Euro im Jahr.
Eine Neuauflage der Quelle-Kataloge ist ebenso denkbar. "Als Anstoß, der Kunden animiert, per Telefon oder im Web zu bestellen, erfüllen Kataloge nach wie vor ihren Zweck", erklärt der Sprecher gegenüber W&V. Wie es mit der Quelle-Eigenmarke Privileg weitergeht, deren Markenrechte ebenfalls bei dem Hamburger Handelskonzern liegen, ist laut W&V indes offen. "Noch ist nicht entschieden, ob wir Privileg mit einem Partner weiterführen oder veräußern", so der Sprecher.
Die Hanseaten sicherten sich die Namensrechte an Quelle, nachdem der Versender Ende 2009 im Sog der Pleite der Arcandor-Holding den Geschäftsbetrieb einstellen musste. Im Februar gab die EU-Kommission grünes Licht für die Übernahme, allerdings unter der Auflage, dass Otto unter anderem Quelles Eigenmarke Universum aus der Sparte der "braunen Ware" (Fernseher etc.)abstößt.Erst dann erhält der Konzern auch Zugriff auf die Kundendaten des Versandhauses. Nutzen dürfen die Hamburger hingegen die Marke Privileg aus dem Segment der "weißen Ware" (Kühlschränke etc.).
Martin Bell
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Wieking Redakteur














