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Das SZ-Magazin bringt am 15. März ein "Männerheft" heraus: Amir Kassaei darf da natürlich nicht fehlen.
Das SZ-Magazin bringt am 15. März ein "Männerheft" heraus: Amir Kassaei darf da natürlich nicht fehlen. © Foto:SZ-Magazin

Interview im SZ-Magazin | | von Markus Weber

Amir Kassaei kritisiert die Branche: "Werber sind faul geworden"

Der weltweite DDB-Kreativchef Amir Kassaei geht mit der eigenen Branche hart ins Gericht: "Wir sind faul geworden. Statt Trends zu setzen, laufen wir ihnen hinterher. Während die ganze Welt über Nachhaltigkeit nachdenkt, sind Werber die Letzten, die lauthals Propaganda für hemmungslose Konsumgier machen", sagte er jetzt in einem Interview mit dem "Süddeutsche Zeitung Magazin". "Dass unser Ansehen am Boden ist, liegt an uns selbst", meint Kassaei in dem Interview.

Bis Anfang der 90er-Jahre seien Werber noch coole Stars gewesen. "Wenn Sie heute sagen, ich mache Werbung, gucken die Leute Sie mitleidig an und sagen: Herzliches Beileid." Viele, die nie etwas gerissen hätten, seien irgendwie in der Werbung gelandet und hätten dort einigermaßen Karriere gemacht: "Entsprechend gering ist die intellektuelle Substanz in den Agenturen", meint Kassaei, der für seine markigen Aussagen bekannt ist: "Die richtig hellen Köpfe gehen heute nicht mehr in die Werbung."

Auf die Frage "Wie deformiert Werbung den Werber?" antwortet der gebürtige Iraner in dem Interview: "Sie kriegen ein sehr, sehr aufgeblähtes Ego." Ihn motiviere es sehr, wenn Leute ihm Böses wollten: "Dass ich es vom kloputzenden Asylanten zum Kreativchef von DDB gebracht habe, zeigt vielen in der Branche, wie wenig sie zustande gebracht haben."

Amir Kassaei kritisiert die Branche: "Werber sind faul geworden"

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Rache für Nestbeschmutzung: "Kreative machen den Amir"

von Markus Weber

Kein gutes Haar an seinen Branchenkollegen hat Amir Kassaei in seinem Interview mit dem SZ-Magazin vom vergangenen Freitag gelassen ("Werber sind faul geworden"), in dem er den Agenturen generell eine "geringe intellektuelle Substanz" bescheinigt. Für die beiden Thjnk-CDs Georg Baur und Torben Otten war dies Anlass genug, Kreative in der ganzen Republik dazu aufzurufen, auf Facebook ein "total unarrogantes und supersympathisches" Pressefoto im Amir-Kassaei-Stil zu posten. Rund 75 User haben bei der Aktion mitgemacht.

Die Anti-Kassaei-Aktion lief über die Fanpage von Frau Kolossa Phantasieagentur - einem eigenen Kreativpool innerhalb der Thjnk-Agentur, das Kreativchef Armin Jochum als besonders "inspirierendes Kraftfeld" beschreibt.

von Markus Weber - Kommentare Kommentar schreiben