Fluent:
Andreas Bahr, Oliver Czok und Géza Unbehagen gründen Fluent
Unter dem Namen Fluent geht eine neue Agentur an den Start. Sie wird geleitet von Andreas Bahr, Oliver Czok und Géza Unbehagen.
Oliver Czok, zuletzt Managing Director für das digitale Geschäft der Havas Gruppe in Europa, Géza Unbehagen, bis April COO und Geschäftsführer von Saatchi & Saatchi Germany in Berlin, und Andreas Bahr, bis 2012 gesamtverantwortlich für die Mediaplus-Gruppe und Plan.net Media Hamburg, gründen in Hamburg Fluent. Dahinter verbirgt sich eine Agentur mit Strategie- und Beratungsschwerpunkt.
"Alles verschmilzt und ist permanent in Bewegung, deshalb müssen auch Marketingstrategien und Kampagnen 'fluent' sein", sagt Unbehagen in Anspielung auf den neuen Namen. "Daher ist Fluent auch nicht eine weitere Agentur, denn unser Angebot gibt es in dieser Konstellation bisher so nicht im Markt", ergänzt Andreas Bahr. Mit Fluent sollen die Grenzen zwischen Media und Klassik aufgebrochen werden. Ziel von Fluent ist es, Berater zu haben, die dem Kunden eine möglichst komplette Beratungsleistung anbieten können. Dazu sitzen Mediaexperten, digitale Strategen und klassische Berater an einem Tisch. "Wir denken nicht mehr in Disziplinen, sondern bilden Teams für jeden Kunden", sagt Bahr.
Obwohl der Schwerpunkt der Agentur im Bereich Beratung und Strategie liegt, kann das Team von Fluent für Kunden ebenfalls die komplette Umsetzung und Implementierung der entwickelten Strategien und Lösungen übernehmen. "Wir sind eine kollaborative Agentur, die nicht den Anspruch hat, alles allein zu machen", betont Oliver Czok. Je nach Aufgabenstellung würden passende Partner in den Prozess integriert, wenn es um die Verwirklichung der von Fluent entwickelten Konzepte und Lösungen geht. Im Bereich Mediaeinkauf arbeiten die drei Unternehmer mit einem Partner zusammen, den sie allerdings nicht nennen wollen. Für die Kreation suchen sie sich je nach Disziplin Agenturen oder Freelancer, die sie unterstützen. Mit welchen Agenturen sie zusammenarbeiten wollen, das verraten die drei Gründer noch nicht. Allerdings handelt es sich um ein Beziehungsgeflecht, das sich die drei im Laufe ihrer Karriere geschaffen haben.
Ein anderes Modell sieht vor, für einen Kunden nur die Beratung zu übernehmen und mit der bereits bestehenden Kreativagentur des Unternehmens zusammenzuarbeiten. Auf der Kundenliste von Fluent stehen schon jetzt Veltins, Aida, Mobile.de und Parship. Bei Veltins, ein Kunde, der seit Jahren eng mit Géza Unbehagen verbandelt ist, ist Fluent Teil des Agenturpools und übernimmt Beratungsleistungen. Ein Team von elf Leuten kümmert sich gemeinsam mit den drei Gründern um die Kunden.
Auf Rankings legt die drei Fluent-Gründer keinen Wert. "Nicht Rankings zählen, sondern die Wirkung der Kommunikationslösungen und damit der Markterfolg unserer Kunden", sagt Oliver Czok. Dabei haben die Agenturgründer nicht nur Werbungtreibende und Medien im Visier, sondern bieten ihre Dienstleitung, insbesondere im Strategie- und Mediabereich, aber auch Werbeagenturen an.
Kann das Modell funktionieren?, fragt sich Kontakter-Bloggerin Lena Herrmann.