| | von Conrad Breyer

Andreas Grabarz geht, Grabarz & Partner bleibt

Andreas Grabarz geht. Am vergangenen Freitag hatte der Gründer und langjährige Geschäftsführer der Hamburger Agentur Grabarz & Partner seinen letzten Arbeitstag. Mit einem Umtrunk hat er sich von seinen Mitarbeitern verabschiedet: Eine Ära geht zu Ende.

Der Ausstieg kommt nicht überraschend. Schon vor zweieinhalb Jahren hat ihn Andreas Grabarz vorbereitet, mit Reinhard Patzschke einen Partner für den Schlüsselkunden Volkswagen in die Agentur geholt, die Arbeiten auf die übrigen Partner und Geschäftsführer Thomas Eickhoff, Ralf Heuel und Anne-Marie Jezuita verteilt und sich nach und nach aus dem operativen Geschäft zurückgezogen.

"Heute ist sozusagen der formelle Endpunkt eines Prozesses, den wir vor zweieinhalb Jahren begonnen haben", sagt Eickhoff. "Es ist natürlich schade, dass Andreas geht. Er war für uns mehr als nur der Gründer."

Großes Aufhebens will der erfolgreiche Werber um seine Person nicht machen; deshalb gibt er auch kein eigenes Statement ab. Seine Agentur hat der Hanseate seit 1993 hinweg solide und unaufgeregt geführt. Selbst der überraschende Verlust des Edeka-Etats vor wenigen Wochen konnte die Verantwortlichen nicht schocken. Fair und ohne Polemik hat sich Grabarz & Partner bei dem langjährigen Kunden für die Zusammenarbeit bedankt.

Tief verwurzelt ist das hanseatische Denken in der Agentur-DNA, das die Firma zu einer der großen Adressen der Branche gemacht hat. Stets ist Grabarz & Partner gewachsen. Zuletzt ist mit Grabarz & Partner Zweite Werbeagentur ein zweites Label entstanden. Den Verantwortlichen hat Andreas Grabarz stets Raum gelassen. "Ihm und uns war von Anfang wichtig, dass die Marke Grabarz & Partner mehr ist als der Namensgeber", sagt Eickhoff. Andreas Grabarz bleibt Gesellschafter der Agentur. (cob/for)

Andreas Grabarz geht, Grabarz & Partner bleibt

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