Abheben - wunderbar, aber in der Fremde muss man sich dann erst einmal zurechtfinden.
Abheben - wunderbar, aber in der Fremde muss man sich dann erst einmal zurechtfinden. © Foto:iStock

| | von Susanne Herrmann

Apps für Werber: Digitale Helfer auf Reisen

"Mein ständiger Begleiter ist das iPhone", haben viele Kreative erklärt - und das angesichts der Datenaffäre, die nicht eben einen Höhepunkt der Apple-Geschichte darstellt. Ohne Ortungsdienste würden die meisten digitalen Helfer auf dieser Seite aber für das Leben unterwegs nicht funktionieren. Wo doch gerade die das Leben auf Dienstreisen so viel leichter machen - vor allem, wenn nicht alles vorher gebucht wird oder gar was dazwischen kommt. Welche Apps für iPhone und iPad Ihnen unterwegs helfen, stellt W&V Online im zweiten Teil der Serie vor.

Teil 2: Apps, die das Leben auf Dienstreisen erleichtern

MyTaxi (iPhone/iPad, gratis)

Das ist mal richtig alltagsnah: Eine Taxi-App, die per Ortung nicht nur den Fahrgast, sondern auch Taxis in der Umgebung anpeilt - und die man so gleich aus der App heraus anfragen kann. Vielfahrer haben ja vielleicht noch die Nummer der Taxizentrale ihrer Heimatstadt parat - aber nicht die aller deutschen Großstädte. Sogar der Fahrpreis zum gewünschten Ziel lässt sich überschlagsmäßig vorher ausrechnen, sodass sich der potenzielle Taxi-Gast vor dem Einsteigen (bzw. Rufen) überlegen kann, ob er lieber zu Fuß geht oder trampt. Dass man Orte, wo man öfter ist, als Favoriten ablegen kann, ist ja heute so gut wie selbstverständlich. MyTaxi zeigt außerdem an, wie lang die verfügbaren Taxis in der Umgebung ungefähr brauchen würden, bis sie beim Kunden sind - wann ein Taxi dann tatsächlich kommt, hängt natürlich trotz App vom Fahrer ab, vom Verkehr - und davon, ob es regnet (Murphys Gesetz und so weiter).

Praktisch für alle, die - und hier kommt der einzige Haken - in Hamburg, Köln, Bonn, München und Berlin unterwegs sind. Frankfurt und Stuttgart sollen im Mai folgen, weitere große Städte (Bremen, Hannover, Düsseldorf, Leipzig) sind laut dem Anbieter Intelligent Apps geplant.

Honk - Parkuhr (iPhone, 0,79 Euro)

Wer besonders flexibel sein will, viel zu transportieren hat oder einfach gern selbst das Steuer in der Hand hat, reist mit dem Auto zum Termin. Wo er im Stadtzentrum kaum einen Parkplatz findet, auf jeden Fall nicht da, wo er hin muss. Der ist dann meist entweder befristet oder kostenpflichtig - oder beides. Geld spart, wer die tickende Parkuhr nicht aus den Augen verliert. Aber Zeit & Geld sind nur das eine: Das Auto in einer fremden Stadt wiederfinden das andere. Diese App hilft bei beidem. Parkzeit einstellen, dann wird schon der Parkplatz geortet. Und weil das manchmal nicht genug ist und der eine oder andere besser gucken als Karten lesen kann, kann der Fahre auch einen Schnappschuss von der Umgebung oder vom sechsstöckigen Parkhaus machen und mit dem Finger eine Notiz dazu schreiben ("Parkdeck 3, Abschnitt 6 blau" oder "gegenüber vom Blumenladen"). Das hilft selbst dann, wenn während des Termins beim Wirtshaus zur Post ein Schneesturm über die Garmischer Innenstadt hereingebrochen ist - sofern die Häuser ums Auto herum noch erkennbar sind.

Praktisch für jeden, der Auto fährt, für manche sogar in ihrer Heimatstadt. Die Restzeit der Parkuhr wird sogar auf dem Apple-Startbildschirm im Honk-Icon angezeigt. Für Geizige und all jene, die englischsprachige Apps ablehnen, gibt es eine deutsche Parkuhr-App gratis, die nicht ganz so sexy ist, aber Parkzeit und Landkarte bietet.

Mietwagenvergleich Check 24 (iPhone, gratis)

Stammkunden haben natürlich ihre Sixt- oder Avis-App. Wechselwillige, die das günstigste Angebot suchen, finden dies zum Beispiel mit Hilfe von "Check 24". Vergleichen, buchen, zahlen, abholen, fertig. Erst beim Buchen offenbart sich, bei welchem Anbeiter man mietet - ist aber eigentlich egal, wenn der Preis stimmt. Suchkriterien wie Fahrzeugtyp der Abholpunkt lassen sich über "Suche verfeinern" ebenso einstellen wie Sonderwünsche (Schneeketten, Skiträger, Unterbodenversicherung, Zusatzfahrer).

Praktisch für alle, die (siehe "Honk") selbst fahren wollen oder müssen, aber kein eigenes Auto haben oder Teile der Reise fremdgesteuert zurücklegen.

DB Navigator (iPhone/iPad, gratis)

Fahrpläne, und das nicht nur von der Bahn, sondern auch im Regionalverkehr - das erspart einem das Laden der teilweise verfügbaren ÖPNV-Apps in jeder Stadt. Außerdem hilfreich ist, dass man nicht erst zu Google Maps wechseln muss, wenn man herausfinden will, wie man vom Termin wieder zum Bahnhof gelangt. Handy-Ticket samt Buchung geht für registrierte Nutzer. Und wenn die Züge nicht pünktlich sind, wird das hier wenigstens vorher sichtbar - dann lässt sich die Zeit vielleicht wenigstens nutzen für einen Besuch im Biergarten oder im Museum.

Praktisch für alle, die lieber öffentlich reisen als mit Auto oder Flugzeug - oder dann vor Ort auf S-Bahnen umsteigen. Vorher buchen geht natürlich via PC und Internet bequemer - aber gerade Bahn-Card-Inhaber sind ohne Vorausbuchung und mit App deutlich flexibler beim gleichen Preis.

Flugplanung: Lufthansa, Airberlin, Swodoo (iPhone, gratis)

Suchen, Buchen, Flugplanänderungen: Das geht mit den Apps von Lufthansa und Airberlin. Check-In plus Bordkarte, macht die Airberlin-App direkt, Lufthansa via mobile Website. Ihren Zweck erfüllen beide gut. Wer sich nicht auf Airline-Apps beschränken will, sucht per Swoodoo. Buchen ist aber nach wie vor am PC besser und bequemer - und günstiger (Frühbucher).

HRS Hotelportal (iPhone/iPad, gratis)

Komfortabel - wenn man vergessen hat, schon Wochen im voraus die Assistentin oder den Reiseagenten buchen zu lassen. Das Hotelportal HRS zeigt die freien Zimmer in der Umgebung samt Preisen und Bildern an und erlaubt die direkte Buchung. Und das Bezahlen. Per Landkarte lässt sich nicht nur das nächst gelegene freie Zimemr finden, sondern auch wieder dorthin zurück, wenn der Termin in der Bar besonders lange gedauert hat und der Geschäftsabschluss noch gefeiert werden musste.

Praktisch für alle Spontanen, die nicht gern Dienstreisen im Voraus planen.

Reisekosten (iPhone/iPad, 4,99 Euro; Lite-Version gratis)

Und nach der Dienstreise geht es dann richtig los: Wäh, Reisekostenabrechnung! Wer unterwegs schon mal anfangen und sich Papierkram sparen - und beim Kollegen in der Buchhaltung Punkte sammeln - will, nutzt die App "Reisekosten". Da kann man gleich die Belege und Pauschalen eingeben, nach Reisen gliedern und das fertige Formular als PDF ins Büro mailen (nicht in der Lite-Version). Steuerlich vorgegebene Pauschalen sind eingestellt (merkt sich ja niemand, so was!). Belege vor dem Verbummeln schnell noch fotografieren und gleich an die Reisekostenabrechnung anhängen.

Praktisch für alle, die lieber mit dem iPhone als mit ihrem Papierkram spielen. Und für diejenigen, die zum Verzetteln in der Zettelwirtschaft neigen oder Abrechnungen gern bis nach Ostern 2021 hinausschieben.

Wie stets handelt es sich um eine Auswahl - ohne jeden Anspruch auf Vollständigkeit. Aber, liebe Kreative, liebe Werber, wir freuen uns über Ihre Anregungen: Was appen Sie? Mailen Sie uns!

Alles rund ums iPad finden Sie in unserem Special.

Apps für Werber: Digitale Helfer auf Reisen

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