| | von Markus Weber

Brian Elliott ist angewidert von "Fuck the diet"

Brian Elliott, der Gründer und CEO der Agentur Amsterdam Worldwide hält überhaupt nichts vom F-Wort oder anderen anstößigen Vokabeln in der Werbung. In den allermeisten Fällen, in denen Werber vulgäre Wörter in Headlines verwendeten, handele es sich um "schlechten Text" und "schlechte Werbung". Damit würde nicht etwa irgendetwas Aufsässiges oder Rebellisches zum Ausdruck gebracht, vielmehr wirke es "dumm, geschmacklos, irrelevant, träge." Das schreibt der Agenturgründer in einem Meinungsbeitrag, den er parallel mehreren Fachmedien zukommen ließ.

Anlass für Elliotts Aufregung ist nicht zuletzt die jüngste "Fuck the diet"-Kampagne für die Unilever-Marke Du darfst, die auch im Fernsehen zu sehen ist. Der in Kanada geborene Werber glaubt, dass Kontinentaleuropäer den Grad an Verdorbenheit nicht begreifen, wenn sie entsprechende englische Ausdrücke verwenden. Er bezweifelt zudem, dass sich mit derartigem Vokabular Verkaufszahlen steigern lassen.

Elliott sieht allgemein eine Degeneration von Sprache im öffentlichen Raum. Man müsse unterscheiden zwischen TV, Print und Plakaten (deren Inhalt man schwerer entrinnen könne) und dem Internet, wo User in der Regel selbst nach konkreten Inhalten suchten. Für die Sprache im Netz legt Elliott entsprechend weniger hohe Maßstäbe an.

Recht hat Elliott auf jeden Fall, wenn er meint: Die Menschen zum Schmunzeln, Lachen oder Nachdenken zu bringen ist immer besser, als ihnen ans Bein zu pinkeln.

Brian Elliott ist angewidert von "Fuck the diet"

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