Deutscher Mediapreis | | von Anja von Fraunberg

Brian Sullivan ist Media-Persönlichkeit des Jahres 2014

Er hat das scheinbar Unmögliche möglich gemacht: Über zwei Jahrzehnte lang schien das Geschäftsmodell Pay-TV in Deutschland eher zum Scheitern verurteilt. Doch nach nicht einmal vier Jahren im Amt schaffte es Brian Sullivan, Vorstandsvorsitzender der Sky Deutschland AG, dem Thema auch hierzulande eine Zukunft zu geben. Nicht nur, dass sein zuvor hoch defizitärer Sender in 2013 erstmals einen operativen Gewinn in Höhe von 35 Millionen Euro und rund 3,7 Millionen Abonnenten verzeichnete - mittlerweile gehört das Unternehmen mit dem international ausgezeichneten „Sky Go“ und einem eigenen Sportnachrichtensender zu den innovativsten Medienhäusern der Republik: Brian Sullivan darf sich deshalb Media-Persönlichkeit des Jahres nennen. Die begehrte Trophäe wurde ihm im Rahmen der Preisverleihung zum Deutschen Mediapreis 2014 überreicht, die am Donnerstag, 6. März, im Alten Rathaus in München stattfand.

Zum letzten Mal sprach dabei Christian Ude in seiner Funktion als Oberbürgermeister und Schirmherr der Veranstaltung zu den rund 450 Gästen aus Medien, Marketing und Werbung. Diese waren der Einladung von "Werben und Verkaufen" gefolgt, um die Besten der Branche zu feiern: Denn mit dem Deutschen Mediapreis zeichnet die Fachzeitschrift nicht nur die Media-Persönlichkeit, sondern auch die effektivste Media-Strategie, die innovativsten Media-Ideen sowie die besten Nachwuchs-Planer aus Deutschlands Media-Agenturen aus. Insgesamt hatte die hochkarätig besetzte Jury 143 Einreichungen zu bewerten, davon 34 Strategien und 109 Ideen. Hinzu kamen noch 19 Arbeiten aus dem Media Youngsters-Wettbewerb.

Den Preis für die beste Media-Strategie gewann Mediacom, Düsseldorf - für die Coca-Cola-Kampagne „Trink ‚ne Coke mit“. Die integrierte Kampagne für die personalisierte Coke fokussiert sich im Kern auf die 14- bis 19-Jährigen. Die Zielgruppe wird über Out-of-Home und Digital zu zehn Millionen Interaktionen animiert, der Konsum steigt um einen zweistelligen Prozentsatz an.

Die besten Media-Ideen:

- Print: MEC, Dieckertschmidt, Berlin, für Daimler mit „Das Statement zum Anfassen“, ein erstmals zu Werbezwecken bedrucktes Schmirgelpapier für Daimler Trucks.

- Werbung im öffentlichen Raum: Mediaplus, München, mit ihrer kreativen Taxiwerbung für das Erlebnisbad Alpamare.

- Markenerlebnis/Event: PHD Germany, Frankfurt, die für Bridgestone die Top-Blogger der Automotive-Szene während einer Testfahrt in die Tasten hauen ließ.

- Online: Crossmedia, Düsseldorf, die für die SPD einen „Digital-Wahlkampf im Sekundentakt“ führte.

- TV: Mindshare, Frankfurt, mit „Sky zeigt Pay-TV Fußball im Free-TV Werbeblock“.

- Mobile/Social Media-Idee: Mediacom, Düsseldorf, mit „Geschmack: Eins, Zucker: Null“ für Coca-Cola.

In den Kategorien Kino und Hörfunk gab es 2014 keine Gewinner.

 

Das Rennen beim Media Youngsters-Wettbewerb machte das Nachwuchs-Team der Frankfurter Agentur Havas Media. Sarah Lösch und Pascal-Ramon Mansmann werden von WerbeWeischer zu einer Reise zum Internationalen Werbefestival nach Cannes eingeladen, wo sie bei den „Young Media Lions Competitions“ Deutschland vertreten dürfen. Den 2. Platz belegten Kathrin Köpke und Julia Jahncke von GFMO OMD. Auf dem 3. Platz landeten Sarah Busch und Carina Höller von Performics.

Zur Jury gehörten in diesem Jahr Oliver Blecken (MediaCom), Matthias Dang (IP Deutschland), Oliver Eckart (Fitness First Global), Matthias Ehrlich (BVDW), Uwe Esser (ARD Werbung Sales & Services), Rasmus Giese (United Internet Media), Achim von Kirschhofer (Imas), Hans-Peter Kleebinder (Audi), Manfred Kluge (Omnicom Media Group), Cornelia Lamberty (Moccamedia), Ulrich Löchner (Daimler), Kathrin Maier (Coca-Cola), Hans-Peter Pfaff (Bahlsen), Nicole Prüsse (ViVaKi), Frank Stahmer (Gruner + Jahr) und Uwe Storch (Ferrero). Mit einer weiteren Stimme ist zudem die W&V-Redaktion vertreten.

Sponsoren des Deutschen Mediapreises 2014 sind IP Deutschland, die Zeitschrift "Stern" sowie United Internet Media. Alle weiteren Informationen zum Deutschen Mediapreis finden Sie unter www.deutscher-mediapreis.de

Die besten Bilder des Abends finden Sie am Freitag auf W&V Online. Mehr zum Deutschen Mediapreis 2014 lesen Sie außerdem in der nächsten Ausgabe der Werben & Verkaufen Nr. 11, die am 10. März erscheint.

Brian Sullivan ist Media-Persönlichkeit des Jahres 2014

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Deutscher Mediapreis 2014: Die besten Bilder aus München

von Petra Schwegler

Mit einem verspäteten Noch-OB Christian Ude als Abschluss auf der Bühne hat die Preisgala zum Deutschen Mediapreis 2014 den Gästen aus Medien und Werbung die Erkenntnis gebracht: Sie alle zählen nach der weit gefassten Statistik in München zum Kreis der Kreativen. Udes Credo: "Womit Sie auch das Geld verpulvern – wir nennen das Kultur!" Die Trophäe selbst, die bunte Kugel, erinnerte die "Media-Persönlichkeit des Jahres" aber eher an ein Spielzeug seiner drei Kinder. Der mit dem Preis ausgezeichnete Sky-CEO Brian Sullivan reichte ihn während seiner Dankesrede an Laudator Matthias Dang weiter, den Chef von IP Deutschland und als Handball-Schiedsrichter gewöhnt an Ball-Kontakt.

Ude gab übrigens gleich noch ein Stellengesuch auf: Er will als Alt-Oberbürgermeister auch im kommenden Jahr zum 17. Mediapreis wieder als Schirmherr im Alten Rathaus zu München wirken. Kann sein, dass er auch einfach nicht den Bayerischen Defiliermarsch und die Standing Ovations der rund 450 Gäste missen möchte - und weil es immer so schön gewesen ist mit ihm auf der Bühne. Deshalb bewahrt Ude auch seit einem Jahr seine eigene Mediapreis-Kugel als Dankeschön im Keller auf. Wie er jetzt verriet, ruht sie neben dem Ehren-Gelben-Engel des ADAC.

Zum Mediapreis-Inventar gehört natürlich auch RTL-Mann und Moderator Wolfram Kons, der mit Jochen Kalka durch den Abend führte und Ude liebevoll "den einzigen Kabarettisten, der eine Stadt regierte" nannte. Der neue Bart des W&V-Chefredakteurs entging Kons freilich nicht – "Supergeil!" der Kommentar von Kons samt Einspieler in Edeka-Manier. Christian Meitinger, Geschäftsführer des Verlags Werben & Verkaufen, erklärte den Haarwuchs des W&V-Chefredakteurs so: Man habe einen nicht ganz unbedeutenden Chefredakteur vorausgesandt ins Silicon Valley, wo 2013 auch Kalka weilte. Der Bart wuchs, als feststand, welche Themen in Übersee die meisten Retweets und Klicks generierten. Jochen Kalka räumte ein, dass manche Redaktionsmitglieder ihn nun "Kai" nennen würden ...

Die schönsten Bilder von der Gala im Alten Rathaus München finden Sie hier:

 

von Petra Schwegler - Kommentare Kommentar schreiben