Jede Bewegung zählt für Nike+ Fuel: In Cannes gab es für das Konzept den Titanium-Grand Prix.
Jede Bewegung zählt für Nike+ Fuel: In Cannes gab es für das Konzept den Titanium-Grand Prix. © Foto:Screenshot

| | von Lena Herrmann

Cannes 2012: Titanium-Grand Prix für R/GA und Nike+, Jung von Matt holt Integrated-Bronze

Immer noch gelten die Titanium-Löwen als das Nonplusultra: Wer hier einen Löwen gewinnt, kann sich zu den Besten der Welt zählen. Einen Grand Prix und vier Titanium-Löwen hat die Jury in diesem Jahr vergeben. Nike und deren Agentur R/GA triumphierten mit dem Nike+ Fuelband und heimste den Titanium-Grand Prix ein. Eine Auszeichnung ging außerdem an Chronic Touring (Dr. Dre "Virtual 2Pac for coachella"), Crispin, Porter & Bogusky (Kraft "Ted Williams Fight Hunger"), Lowe-SSP3 (Ministry of Defense "Rivers of Light") und Dentsu (Honda "Connecting Lifelines") (siehe Bildergalerie).

Dazu kommen 14 Integrated-Löwen. Einer davon geht an Jung von Matt für den Case "Stones telling stories" (Gunter Demning). Die Agentur nimmt für die Arbeit Bronze mit nach Hause.

Einen Integrated-Grand Prix vergab die Jury nicht. Aber zwei Goldmedaillen, fünfmal Silber und sieben Bronzepreise.

Bereits im vergangenen Jahr war Jung von Matt die einzige Agentur, die in der Kategorie einen Löwen gewinnen konnte - damals gab es Silber für die "Konzertmilch" für das Konzerthaus Dortmund. Dass jeder Löwe in der Kategorie viel wert ist - insgesamt wurden 19 vergeben -, betont Jurypresident Rob Reilly: "Wir schauen so sehr auf die Goldlöwen, aber schon eine Shortlistplatzierung in Cannes ist ein Award", sagt er. "Und Silber und Bronze sind oft lebensverändernd."

Unter dem Vorsitz des weltweiten CCOs von Crispin, Porter & Bogusky, Rob Reilly, hatte die zehnköpfige Jury versucht, die Arbeiten zu honorieren, die "nicht nur Werbung" seien. Vielmehr gehe es darum, die Wege der Kommunikation und das Verhalten der Konsumentenzu verändern und Probleme der Wirtschaft und Industrie zu lösen. Mit Nike+ Fuelband sei das hervorragend geglückt.

2003 gab Dan Wieden die Anregung zu den Titanium-Löwen, um innovative und bisher nicht dagewesene Ideen zu prämieren. Im Gegenzug zu den Integrated-Löwen sind sie noch größer und neuartiger. Nur um technische Neuerungen geht es jedoch nicht. Vielmehr war der Jury die Macht und Größe der Idee wichtig, die die Menschen auf ganz besondere Art und Weise berühren solle. "Neben der großen Idee braucht es herausragendes Handwerk und einen mutigen Kunden" fasst Jurymitglied Laura Desmond von der Starcom MediaVest Group das Rezept für einen guten Case zusammen.

30 Arbeiten hatten die Deutschen eingereicht, nur Jung von Matt hatte es auf die Shortlist geschafft. Insgesamt hatte die Jury 517 Arbeiten zu bewerten. Die meisten davon aus den USA: 136 Cases.

Die besten Arbeiten der Titanium and Integrated Kategorie zeigen wir in unserer Bildergalerie.

Cannes 2012: Titanium-Grand Prix für R/GA und Nike+, Jung von Matt holt Integrated-Bronze

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