Laut Umsatzranking der inhabergeführten Agenturen wuchs Jung von Matt 2014 - im Jahr der Pitch-Entscheidung, die sich aber erst 2015 auszuwirken begann - um magere 2,3 Prozent. Nur eine der damaligen Top 10-Agenturen entwickelte sich noch schwächer.

2015 schrumpfte der Umsatz sogar. Jung von Matt erwirtschaftete 4,8 Prozent weniger, während die Top-50-Agenturen in Deutschland  um durchschnittlich 6,2 Prozent wuchsen, wie W&V damals berichtete.

2016 rutschte Jung von Matt weiter ab. Der Umsatz sank um fast 10 Prozent, das Gross Income fiel unter die 70-Mio-Marke. Was bei Jung von Matt wuchs, war der Abstand zum Marktführer Serviceplan.

Unterdurchschnittliche Geschäftszahlen können viele Ursachen haben und sind nie ein Grund zur Häme. Sie deuten aber selten auf überdurchschnittliche Innovationskraft hin. Schon gar nicht, wenn Wettbewerber von Trends profitieren, die man selber seit 18 Monaten totsagt.


Autor:

Frank Zimmer

Redaktionsleiter Online mit analogem Migrationshintergrund. Seit 1996 im Internet. Buchautor ("Der Social-Media-Rausch") und Blogger ("Mittelrheingold"). Interessiert sich für Content Marketing und digitale Transformation. Hat eine Schwäche für Agenturen, weil er mal in einer gearbeitet hat.