Bronze gewinnen Thjnk und Leo Burnett im Doppelpack für den Burger-Report in der Burger-Verpackung (für McDonald's), Leagas Delaney für den Schiffshornchor von MSC Kreuzfahrt, Grey und Soundcloud für "The Berlin Wall of Sound" sowie Kolle Rebbe und 3M Deutschland für das unsichtbare "Magic Tape".

Das Ergebnis der Deutschen ist in diesem Jahr besser als 2014 (damals vier Löwen), aber immer noch schlechter als viele Jahre zuvor. 2011 gab es mal 25 Löwen! Der deutsche Design-Juror Gregor Ade kann sich das schlechte Abschneiden nicht erklären. Vielleicht müssten die Deutschen mehr einreichen, besser präsentieren, ihre Arbeiten auf den Punkt bringen, konsequenter bis zum Schluss durchdenken. "Die Arbeiten sind ja gut, aber im internationalen Vergleich zu deutsch." Viele Juroren aus dem Ausland verstünden die eingereichten Kampagnen nicht.

Die Jury hat darauf geachtet, vor allem solche Arbeiten auszuzeichnen, die nachhaltig wirken. "Es geht um die Kraft von Design", so Ade. Design solle die Welt verändern. Bei Volvo sei das zum Beispiel der Fall.

Deutschland hat bis Mittwochabend insgesamt 59 Löwen gewonnen. Die Bilanz kann sich sehen lassen. Die Design-Löwen wurden am Abend zusammen mit Product Design, Cyber und Radio im Palais des Festivals vergeben


Autor:

Conrad Breyer, W&V
Conrad Breyer

kam über Umwege ins Agenturressort der W&V, das er heute leitet. Als Allrounder sollte er einst einfach nur aushelfen, blieb dann aber. Er liebt alles, was Struktur hat in der Agenturwelt und Werbern unter den Nägeln brennt. Angefangen hat das alles mit einem Praktikum bei Media & Marketing, lange her. Privat engagiert er sich für LSBTI-Rechte, insbesondere in der Ukraine.