| | von Anja Janotta

Jung von Matt rettet die Robben

Die harmlose Dudelmusik, die grellbunte Kirmesoptik und die Spielidee mögen auf den ersten Blick gar nicht zu diesem ernsten Thema passen: Mit einer aufmerksamkeitsstarken Rummelplatz-Bude trommelt Jung von Matt neue Elbe für die Ziele der Tierschutz-Organisation Noah. Diese setzt sich gegen Robbenfang und das Killen von Robben ein.

Ein Youtube-Filmchen hat die Aktion der Hamburger dokumentiert: Ähnlich wie bei einem Wunsch-Brunnen, müssen Passanten Geldmünzen werfen. Aber dieses Mal nicht in einen Bassin, sondern auf eine senkrechte, starke Magnetwand, wo die Cent-Spenden dann hängen bleiben. Als Ziel wurde den Spendern vorgegeben, mit ihren Würfen das Bild eines Jägers zu verdecken, der gerade im Begriff ist eine Robbe zu erschlagen. Bei Jung von Matt waren Tobias Grimm und Jens Pfau die kreativen Köpfe hinter der ProBono-Idee. 

Schon über zehn Jahre sind JungVonMatt und Noah werblich verbandelt. "Robbenkillen ist wie Waldsterben, das interessiert heute kaum einen mehr," sagt Geschäftsführer Jens Pfau.

Es habe also eine niedrige Interaktionsschwelle für die Passanten gebraucht, damit diese auch reagieren. So sei man auf die Idee gekommen, Plakate mit Münzen bewerfen zu lassen und schlussendlich war die Idee mit der Magnetwand geboren. Bislang ist die Aktion erst einmal gelaufen: Auf der Hamburger Reeperbahn. Aber bald sollen noch weitere Standorte, u.a. in Berlin, ausgetestet werden. Bei der Premiere seien immerhin "zwei Säcke voll Kleingeld" an Spenden zusammen gekommen, so Pfau.

Jung von Matt rettet die Robben

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