Dass Nestbeschmutzung ein durchaus geeignetes Mittel ist, sich selbst zu profilieren, ist bekannt. Doch manch einem in der Branche wird es mittlerweile entschieden zu bunt. Etwa Hubertus von Lobenstein, dem Mitinhaber der Agentur Aimaq von Lobenstein. Er schrieb Thomas Koch nun in einem offenen Brief: "Werber-Bashing liest sich flott, klingt gut, liegt im Trend und bringt jede Menge Unterstützer-Likes."

Das ändere aber nichts an der Feststellung: "Es gibt sie, die guten Agenturen; die guten, weil erfolgreichen Kampagnen; die 'guten' Werber. Und die haben weder das derzeit in Mode gekommene, undifferenzierte Werber-Bashing und das Bedienen der alten Klischees, noch den nicht minder undifferenzierten Applaus dafür aus meiner Sicht verdient. Es gibt nicht 'die Werber', genauso wenig, wie es 'den Kunden' gibt. Pauschale und dann noch öffentliche (Selbst-) Geißelung ändert nichts daran."


Autor: Markus Weber

Markus Weber ist seit 20 Jahren Mitglied der W&V-Redaktion. Als Nachrichtenchef ist er für die aktuellen Themen auf wuv.de zuständig. Darüber hinaus ist er innerhalb der Redaktion der Themenverantwortliche für "CRM & Data". Aufgewachsen ist Markus auf einem Bauernhof im Württembergischen Allgäu. Mit fünf Geschwistern.