| | von Uli Busch

Kreativchefs zum ADC-Festival 2012: "Das Geld von morgen sollte nicht nur nach Wein riechen"

„Ideen sind das Geld von morgen. Kreative als Vorboten einer neuen Ökonomie." So hat der Art Directors Club für Deutschland (ADC) sein Festival 2012 überschrieben, das am Mittwoch mit den Jurysitzungen in Frankfurt begonnen hat. Mit dem etwas kryptisch formulierten Motto will der ADC Kreativität als „wesentlichen Wirtschaftsfaktor" ins Bewusstsein rücken.

Nach der Wirtschaftskrise hätten „immer mehr Unternehmen verstanden, dass Kreativität der Ankerpunkt von Innovation, Vorangehen, neuen Ideen und neuen Umsatz- und Ertragschancen ist", sagt ADC-Vorstandssprecher Jochen Rädeker. Beim Festival, das inklusive Ausstellung, Preisverleihung, Party und Kongress bis Sonntag dauert, soll das Thema aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet werden. Exakt 2.838 Einreichungen verteilt auf 6.568 Ausstellungsstücke haben die 338 Juroren zu begutachten, womit die Zahlen gegenüber dem Vorjahr in etwa konstant geblieben sind. Gold-Ideen will Jury-Präsident Hartmut Esslinger explizit erlauben.

Dass die Erwartungen der Kreativen an das diesjährige Festival trotzdem höher ausfallen als in den beiden Vorjahren, dürfte daran liegen, dass es dem ADC geglückt ist, den Fokus von Querelen in den eigenen Reihen und finanziellen Problemen zurück auf Inhalte zu lenken. Das neue Motto löst extravagante Ansagen aus der Vergangenheit à la „Creative Clash of Culture" ab, passt zu dem von 2011 („Ideen. Durchsetzen.") und soll demonstrieren, worum es dem ADC in diesem Jahr geht: Ernsthaftigkeit. Es wird sich zeigen müssen, ob er das während der anstehenden Tage in Frankfurt auch einlösen kann. (ds/kr)

In der Bildgalerie: Kommentare von den Kreativchefs Eric Schoeffler (DDB), Guido Heffels (Heimat), Christian Daul (Scholz & Volkmer), Andreas Pauli (Y&R), Alex Schill (Serviceplan), Raban Ruddigkeit und Mathias Jahn (Heye) zum ADC-Festival, dem Motto Ideen von morgen und Gold-Initiativen.

Mehr zum diesjährigen ADC-Festival, Programm und Plänen des Vereins lesen Sie auch im aktuellen Heft (W&V Nr. 19/2012) sowie im Online-Special unter wuv.de/adc2012

Kreativchefs zum ADC-Festival 2012: "Das Geld von morgen sollte nicht nur nach Wein riechen"

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