Interview mit Amir Kassaei:
Kreative Sozialarbeit in Cannes: Wo bleiben die großen Marken?
"Stell dir vor, VW würde nur Prototypen produzieren und keinen neuen Golf mehr auf die Straße bringen": DDB-Kreativchef Amir Kassaei findet, dass sich deutsche Agenturen zu stark auf publicity-trächtige soziale Kampagnen konzentrieren und "reele Kunden" aus der Markenindustrie kreativ vernachlässigen. Im Cannes-Interview mit W&V-Videoblogger Mirko Kaminski geht es zur Sache.
"Stell dir vor, VW würde nur Prototypen produzieren und keinen neuen Golf mehr auf die Straße bringen": DDB-Kreativchef Amir Kassaei findet, dass sich deutsche Agenturen zu stark auf publicity-trächtige soziale Kampagnen konzentrieren und "reelle Kunden" aus der Markenindustrie kreativ vernachlässigen. Im Interview mit Cannes-Juror, Achtung-Geschäftsführer und W&V-Blogger Mirko Kaminski geht es zur Sache:
Man kann über Amir Kassaeis Aussage sicher streiten. Womit er sicher Recht hat: Deutsche Cannes-Löwen für ganz große Marken sind selten geworden. Erinnert sich noch jemand an die Horst-Schlämmer-Kampagne für Volkswagen, die 2007 in Cannes für Furore sorgte? Das ist verdammt lang her. Die Kreation stammte übrigens von Amir Kassaeis Agenturgruppe DDB - die im aktuellen Medaillenspiegel nur auf Platz 8 rangiert. Den bislang einzigen (silbernen) DDB-Löwen gab es für eine österreichische Ikea-Kampagne in der Kategorie Print.
Hinter der Kamera stand übrigens ein hochdekorierter Regisseur: Mirko Kaminski hat nämlich kurzerhand Werbefilmer Florian Meimberg verpflichtet. Danke, Jungs!