| | von Markus Weber

Streit um "Stolpersteine": Jung von Matt darf Löwen behalten

Der Cannes-Veranstalter hat entschieden: Die Agentur Jung von Matt darf die beiden umstrittenen Löwen für ihr "Online Holocaust Denkmal" behalten. Zur Begründung verweist die Festivalsprecherin darauf, dass die Agentur nie behauptet habe, die Idee hinter dem "Stolpersteine"-Projekt käme aus ihrem Haus.

Die Agentur habe vielmehr seit Oktober 2011 mit dem Künstler Gunter Demnig zusammengearbeitet und - basierend auf Google Maps - das Web-Projekt www.stolpersteine-online.com entwickelt. Diese Website sei noch nicht vollständig - es würden laufend neue Fotos und Biografien hinzugefügt. Aktuell seien 20 Prozent der Stolpersteine online. Zusätzlich zu dieser Website seien die Hamburger Stolpersteine manuell auch bei Google Earth und Panoramio platziert worden.

Man sei deshalb zufrieden, dass "die Arbeit den für die Festival-Einreichungen relevanten Kriterien" genüge. Das heißt: Jung von Matt darf den Goldlöwen in der Kategorie Media und den Bronzelöwen in der Kategorie Integrated behalten.

Die Auszeichnungen für Jung von Matt waren in der Branche zuvor auf breite Kritik gestoßen. Der Agentur wurde unter anderem vorgeworfen, in ihrem Casefilm zu dem Projekt falsche Tatsachen vorzugaukeln.

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