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Tino Lang ist Geschäftsführer von Zebra. Seine Agentur arbeitet u.a. für Lichtenauer, Radio PSR, Primacom und die AOK.
Tino Lang ist Geschäftsführer von Zebra. Seine Agentur arbeitet u.a. für Lichtenauer, Radio PSR, Primacom und die AOK. © Foto:Zebra

Neue Serie | | von Frank Zimmer

Werber in der Walachei: Agenturen abseits der Metropolen

Für viele Kreative ist ein Job außerhalb der klassischen Werbemetropolen undenkbar. Dabei können Agenturen in der Provinz durchaus attraktive Arbeitgeber sein. Wie das geht? W&V Online befragt in einer neuen Serie ab sofort Agenturchefs. Heute: Zebra-Chef Tino Lang aus Chemnitz. Der Online-Fragebogen.

Wie erklären Sie einem Bewerber, wo Chemnitz liegt?

Chemnitz ist dieser verschlafene Ort, wo das Pro-Kopf-Einkommen in Sachsen am höchsten ist. Man verdient da also sein Geld im Schlaf.

Ist Chemnitz für Sie (und Ihr Team) eigentlich inspirierend? Wenn ja: Warum?

Ich sag´s mal so: Mein vierjähriger Sohn malt und baut die kreativsten Dinge. Dabei war er noch nie im Guggenheim, nie bei einem Rolling Stones-Konzert und auch nicht auf einer Weltausstellung. Sichtlich reicht dem wachen und neugierigen Gehirn ein normales Umfeld, um schöpferisch zu sein. Zumal es im 21. Jahrhundert in keiner Stadt mit 200.000 Menschen an Impulsen mangeln dürfte. Wobei hier auch nachgeholfen werden kann: Die Chemnitzer Kunstsammlungen wurden zum Beispiel als Deutschlands "Museum des Jahres" ausgezeichnet.
 
Haben Sie im Team Mitarbeiter, die sich bewusst für Sie und gegen eine der großen oder angesagten Dickschiffe entschieden haben?

Von mir weiß ich es. Die anderen habe ich nicht gefragt. Aber bei Zebra haben sich gute Leute zusammengefunden, die auf nationalem Niveau arbeiten. Und das steckt junge Leute an, die sich entwickeln wollen. Auf die Art hat sich Zebra in Ostdeutschland einen Namen gemacht. Unsere Kunden sind oft Marktführer, inzwischen sind wir eine Agentur-Gruppe mit über 70 Mitarbeitern in Chemnitz, Dresden und Leipzig, betreuen erste internationale Kunden, gewinnen von Zeit zu Zeit Awards und sind 2012 um 30 Prozent gewachsen. So gesehen sind wir im Umkreis von 200 km fast schon ein angesagtes Dickschiff.

Was bieten Sie Ihren Mitarbeitern, um sie nach Chemnitz zu locken?

Harte Arbeit, pingelige Chefs, erfolgsverwöhnte Kunden. Also alles, damit es sich nicht nach Provinz anfühlt. Obendrauf gibt’s bei uns noch eine Sterne-Köchin, die uns jeden Mittag ein fantastisches Essen kocht.  

Wie hoch ist die Fluktuation bei Ihnen?

Sehr gering. Vielleicht liegt es aber am fehlenden ICE-Anschluss, dass die Leute einfach nicht richtig wegkommen.

Haben Sie denn selber schon mal Fernweh gehabt und über einen Umzug in eine der Werbemetropolen nachgedacht?

Als wacher und neugieriger Mensch habe ich natürlich auch Fernweh und sogar über einen Umzug nach Hamburg oder Berlin nachgedacht. Aber die Pendelei zu zebra nach Chemnitz wäre mir zu teuer und unpraktisch.

Wie sieht's bei Ihnen eigentlich aus?

Hohe Decken und flache Hierarchien: So sieht‘s aus in der Zebra-Villa in Chemnitz. In die sind wir vor zwölf Jahren gezogen, weil wir nicht auf Krampf hip erscheinen wollten. Unsere Kunden wissen die solide Hülle mit ihrem frischen, unprätentiösen Innenleben sehr zu schätzen. Das macht ja eine gute Marke aus, dass sie Stabiles und Dynamisches miteinander vereint. Das hat bis jetzt so gut funktioniert, dass der Platz im Haus inzwischen knapp wird.

Zebra
Werber in der Walachei: Agenturen abseits der Metropolen

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Werber in der Walachei: New Communication in Kiel

von

Ein Werberleben abseits von Hamburg, Düsseldorf oder München? Geht das überhaupt? Klar doch. Agenturen in der Provinz können durchaus attraktive Arbeitgeber sein. W&V Online fragt in einer neuen Serie ab sofort Agenturchefs aus dem Outback. Heute: Sören Mohr, Chef von New Communication in Kiel. Der Online-Fragebogen.

Wie erklären Sie einem Bewerber, wo Kiel liegt?

Muss ich eigentlich nicht. Wenn ja: nördlich von Hamburg, direkt an der Ostsee.

Ist Kiel für Sie (und Ihr Team) eigentlich inspirierend? Wenn ja: Warum?

Ja. Als Studentenstadt bleibt sie immer jung und mischt sich einwohnermäßig ständig durch. Als Urlaubsort und Kreuzfahrermetropole sind viele Touristen da, die durch Kleidungsstil, Konsumgewohnheiten oder Trinkverhalten neue Akzente setzen. Als Landeshauptstadt bekommen wir das Treiben auf der politischen Bühne auch einigermaßen mit.

Haben Sie im Team Mitarbeiter, die sich bewusst für Sie und gegen eins der großen oder angesagten Dickschiffe entschieden haben?

Ja, weil wir uns von den Dickschiffen dahingehend abheben, dass es bei NC nicht erstrebenswert ist, auch am Wochenende zu arbeiten. Zudem ist die Fluktuation bei uns deutlich geringer. Der einzelne Mitarbeiter hat bei uns eine größere Bedeutung.

Was bieten Sie Ihren Mitarbeitern, um sie nach Kiel zu locken?

Ein Agentendasein. Eine Stadt am Meer. Ein transparentes Gehaltssystem. Ein agenturinternes Wohnmobil. Und den üblichen Agentur-Schnickschack: Kicker, Kreativzonen, Massagestuhl, Inhouse Ton- und Fotostudio, extreme Agentur-Events.

Wie hoch ist die Fluktuation bei Ihnen?

Jährlich zwischen fünf und zehn Prozent.

Haben Sie denn selber schon mal Fernweh gehabt und über einen Umzug in eine der Werbemetropolen nachgedacht?

Nein.

Wie sieht's bei Ihnen eigentlich aus?

Wir haben es uns in unserem Headquarter auf sechs Etagen gemütlich gemacht. Jeder Raum hat einen Namen und eigenen, individuellen Charakter. Die Toilette heißt bei uns „Denkzelle“, der Abstellraum unterhalb der Treppe „Harry Potter“. Jeder Mitarbeiter ist für die Ordnung eines Raumes zuständig.

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Werber in der Walachei: Kraftjungs in Ettlingen

von Frank Zimmer

Ein Werberleben abseits von Hamburg, Düsseldorf oder München? Geht das überhaupt? Klar doch. Agenturen in der Provinz können durchaus attraktive Arbeitgeber sein. W&V Online fragt in einer neuen Serie ab sofort Agenturchefs aus dem Outback. Heute: Siegmar Tittjung, Chef der Agentur Kraftjungs in Ettlingen (u.a. Michelin und Porsche). Der Online-Fragebogen.

Wie erklären Sie einem Bewerber, wo Ihre Agentur liegt?
Erst einmal erkläre ich ihm einen Begriff der in unserer Branche eher selten fällt: Lebensqualität! Unsere Agentur liegt im Herzen von Baden, am Fuße des Schwarzwaldes, wo es die meisten Sterne Restaurants und wohl auch das beste Klima gibt. Es ist ein "Katzensprung" ins Elsass, nach Frankreich und in die Schweiz. Wer trotzdem mal Großstadtluft schnuppern will, ist in 90 Minuten in Frankfurt bzw. in 45 Minuten in Stuttgart. Ein hoher Wohlfühlfaktor ist also garantiert.

Ist Ettlingen für Sie (und Ihr Team) eigentlich  inspirierend? Wenn ja: Warum?
Man darf das nicht aus der Großstadtbrille betrachten. Ettlingen ist sicher kein urbaner Schmelztiegel. Die meisten bei uns sind Pendler, haben Familie und kommen aus Regionen wie Karlsruhe, Pforzheim, Gernsbach oder Baden-Baden. Für Inspiration und das kulturelle Leben sind die jeweiligen Wohnorte also wahrscheinlich prägender.

Haben Sie im Team Mitarbeiter, die sich bewusst für Sie und gegen eine der großen oder angesagten Dickschiffe entschieden haben?
Ja, wir arbeiten seit ein paar Jahren mit erfahrenen freien Kreativen zusammen, die in ganz bekannten Agenturen gearbeitet haben und dort Führungspositionen hatten. Dazu zählen u.a. Scholz & Friends sowie Jung von Matt. Wenn es stimmt, was W&V und all die anderen Fachzeitschriften berichten, haben sich die Prioritäten auf dem Arbeitsmarkt ja doch verschoben: Arbeitsumfeld und persönliche Entfaltungsmöglichkeiten gewinnen rasant an Bedeutung, allein der große Agenturname ist nicht immer das entscheidende Kriterium.

Was bieten Sie Ihren Mitarbeitern, um Sie nach Ettlingen zu locken?

Wie gesagt: Viele von uns im Team sind Pendler. Deshalb statten wir nicht nur die Geschäftsleitung, Berater und Head of's im Unternehmen mit Firmenfahrzeugen aus, sondern auch alle Kreativen (CD, AD, JAD) und Kontaktassistenzen. Keiner muss sich hier also Gedanken über Winterreifen und die nächste Inspektion machen. Einmal im Monat kommt ein Friseur in die Agentur, und wir haben einen Masseur, der so oft genutzt werden kann, wie Bedarf besteht. Das ist gerade in Pitchphasen wichtig! Zudem fördern und bezahlen wir Weiterbildungen und Seminare und helfen unseren Jungs und Mädels auch in Privatsachen – etwa, wenn es um Kinderbetreuung oder ähnliches geht. So sind wir eine eingeschworene Familie geworden.

Wie hoch ist die Fluktuation bei Ihnen?
Die Kernmannschaft bzw. das Führungsteam ist seit 2003 an Bord. Von 20 Mitarbeitern, die wir aktuell haben, sind es zehn Personen, die seit über acht Jahren dabei sind. Weitere fünf sind schon seit sechs Jahren dabei. Diese Kontinuität in der Betreuung schätzen unsere Kunden. Aus diesem Grund setzen wir auch nur punktuell Freelancer ein, die zu uns passen und auch die "Vibration" der Kraftjungs verstehen.

Haben Sie denn selber schon mal Fernweh gehabt und über einen Umzug in eine der Werbemetropolen nachgedacht?
Ja, darüber habe ich tatsächlich länger nachgedacht. Das hätte ich allerdings vor zehn Jahren machen müssen, bevor ich mich für den Standort Süddeutschland entschieden habe. Tatsächlich habe ich aber auch eine Beteiligung bei einer Schweizer Agentur, um mal aus Ettlingen raus zu kommen. Wenn ich unter den Werbemetropolen wählen könnte, wäre es auf jeden Fall Hamburg. Da stimmt einfach alles: die Stadt, die Menschen, Topagenturen und Kreative.

Wie sieht’s bei Ihnen eigentlich aus?

Wir haben zwei Agenturhunde (von Mitarbeitern), 750 Quadratmeter Räumlichkeiten, ein Stockwerk mit Konfis und Besprechungszimmern. Die Kreativwerkstatt liegt auf einer Ebene, bei der sich Print-, Online-, Text, Beratung in kurzen Wegen austauschen können.

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Die W&V-Serie "Werber in der Walachei" berichtet über Agenturen außerhalb der deutschen Werbehochburgen. Bereits erschienen: New Communication in Kiel und Zebra in Chemnitz.

von Frank Zimmer - Kommentare Kommentar schreiben

Werber in der Walachei: Sons in Kempten

von

Für viele Kreative ist ein Job außerhalb der klassischen Werbemetropolen undenkbar. Dabei können Agenturen in der Provinz durchaus attraktive Arbeitgeber sein. Wie das geht? W&V Online befragt in einer neuen Serie Agenturchefs. Heute: Thomas Stricker von Sons Strategische und kreative Markenberatung aus Kempten im Allgäu.

Wie erklären Sie einem Bewerber, wo Kempten liegt?

Dort, wo Milch und Honig fließt

Ist Kempten für Sie (und Ihr Team) eigentlich inspirierend? Wenn ja: Warum?

Inspiration schöpfen wir aus dem Dialog, aus den Kontrasten, aus dem Quergedachten und aus dem Einfachen, der Ruhe, der Natur. All dies bietet Kempten.

Haben Sie im Team Mitarbeiter, die sich bewusst für Sie und gegen eines der großen oder angesagten Dickschiffe entschieden haben?

Ja. Der Idee ist egal ob sie in einer großen oder kleinen Agentur entsteht. Wichtig ist, dass die Motivation und das Umfeld stimmen.  Dadurch entsteht  Kompetenz, Kreativität, Verantwortung und Leidenschaft. Jedenfalls sind das die Gründe, warum sich Mitarbeiter für uns entscheiden.

Was bieten Sie Ihren Mitarbeitern, um sie nach Kempten zu locken?

Spass am Leben, eine offene und vertrauensvolle Arbeitsatmosphäre,  keine Hierarchien, Verantwortung, tolle Kunden und interessante Jobs, ein unglaubliches Umfeld für Sport, Freizeit und Erholung, ein hoher Anspruch an die Qualität der eigenen Arbeit, die Unterstützung und die ständige Herausforderung, noch besser zu werden.

Wie hoch ist die Fluktuation bei Ihnen?

Wir haben treue und belastbare Mitarbeiter, tolle Menschen.

Haben Sie denn selber schon mal Fernweh gehabt und über einen Umzug in eine der Werbemetropolen nachgedacht?

Ja - aber Dubai war dann doch etwas schwierig für uns.

Wie sieht's bei Ihnen eigentlich aus?

Bei uns sieht’s genau so aus, wie wir uns das gewünscht haben. Angefangen bei der Raumgestaltung über die Materialwahl, die Möbelentwicklung bis zu der Kommunikation im Raum und der IT. Hier kommt (fast) alles aus unserer Feder.

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Werber in der Walachei: 21Torr aus Reutlingen

von

Für viele Kreative ist ein Job außerhalb der klassischen Werbemetropolen undenkbar. Dabei können Agenturen in der Provinz durchaus attraktive Arbeitgeber sein. Wie das geht? W&V Online befragt in in regelmäßigen Abständen Agenturchefs. Heute: 21Torr-Chef Marcus Reiser aus Reutlingen. Der Online-Fragebogen.

Herr Reiser, wie erklären Sie einem Bewerber, wo Reutlingen liegt?

Schlappe dreißig Autominuten südlich von Stuttgart, gleich da, wo die Skigebiete anfangen.

Ist Reutlingen für Sie (und Ihr Team) eigentlich inspirierend? Wenn ja: Warum?

Für uns ist ja gerade inspirierend, dass es hier nicht so laut und schnell zugeht – in der Ruhe liegt die Kraft. Unsere Arbeit zeichnet sich durch Konzentration und Klarheit aus, dafür braucht man Raum und ein wenig Zeit. Das hat wenig mit dem Verschlafen-Konservativen zu tun, das man den Schwaben gerne nachsagt. Bei uns arbeiten Menschen aus ganz Deutschland in einer wirtschaftlich und kulturell höchst agilen Region. Was will man mehr?
Haben Sie im Team Mitarbeiter, die sich bewusst für Sie und gegen eines der großen Dickschiffe entschieden haben?

Eine ganze Reihe sogar, die sich darüber freuen, dass wir oft genau auf ihre persönlichen Bedürfnisse eingehen können. Sie bekommen zum Beispiel Freiheiten, um sich fachlich zu entfalten und weiterzuentwickeln, und tragen dann auch schnell Verantwortung. Außerdem können wir auf ihre persönliche Situation, ihr familiäres Umfeld und seine Veränderungen Rücksicht nehmen.

Was bieten Sie Ihren Mitarbeitern, um sie nach Reutlingen zu locken?

Schwäbisches Essen, süddeutsche Herzlichkeit, grüne Wälder, viele Wanderwege ... aber im Ernst, bei uns im Büro gibt es natürlich "creature comforts" wie Obst und Kaffee, vor allem aber ein Team, dass sich wenig für Buzzwords interessiert und stattdessen mit einer Vielzahl unterschiedlicher Kunden an ganz verschiedenen Projekten arbeitet. Die Offenheit und Klarheit, die unsere Arbeit ausmachen soll, streben wir auch im Umgang mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an. Dazu gehört auch ein ganz eigenes, transparentes Gehaltsmodell, das dem Unternehmen Stabilität und den Mitarbeitern Sicherheit über Marktbewegungen und Moden hinweg garantiert.

Wie hoch ist die Fluktuation bei Ihnen?

Nicht höher als in anderen Agenturen. Aber immer wieder kehren Kollegen, die zu anderen Arbeitgebern gewechselt waren, nach einiger Zeit – manchmal Monaten, manchmal Jahren – zu uns zurück. Das ist natürlich toll und macht uns auch ein bißchen stolz.

Haben Sie denn selber schon mal Fernweh gehabt und über einen Umzug in eine der Werbemetropolen nachgedacht?

Wir haben uns im Dotcom-Boom auch an einer Niederlassung in Berlin versucht, und so war ich vier Jahre lang dort – das war schön und spannend, aber so richtig pudelwohl fühle ich mich dann doch nur hier. Und in unserer Stuttgarter Niederlassung hole ich mir jede Woche dann noch ein wenig Großstadt-Feeling ab.

Wie sieht's bei Ihnen eigentlich aus?

Wir haben einer ehemaligen französischen Kaserne den militärischen Geist gründlich ausgetrieben und sie durch einen Neubau ergänzt, für den wir schon umgesetzt haben, was unser neues Büro in Stuttgart jetzt auch ausmacht: Viel Holz, viel Glas, viel Licht, viel Weiß. Und zwischendrin immer wieder unsere Agenturfarbe Grün.

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Foto: 21Torr

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Werber in der Walachei: Brand on Fire aus Idstein

von Markus Weber

Für viele Kreative ist ein Job außerhalb der klassischen Werbemetropolen undenkbar. Dabei können Agenturen in der Provinz durchaus attraktive Arbeitgeber sein. Wie das geht? W&V Online befragt in in regelmäßigen Abständen Agenturchefs. Heute: Matthias Wirges, Inhaber der Promotionagentur Brand on Fire aus Idstein. Der Online-Fragebogen.

Wie erklären Sie einem Bewerber, wo Idstein liegt?

Idstein liegt im nördlichen Rhein-Main Gebiet direkt an der A3 Köln/Frankfurt. Mit dem Auto ist man in 15 Minuten sowohl in Wiesbaden, als auch am Frankfurter Flughafen.

Ist Idstein für Sie und Ihr Team eigentlich inspirierend? Wenn ja: Warum?

Dass Idstein unsere Arbeit beeinflusst, kann man nicht sagen. Obwohl es sich um ein wirklich hübsches Städtchen handelt, spielt weniger der Standort eine Rolle, als das eigentliche Arbeitsumfeld - und in unserem Fall vielleicht noch das Gebäude.

Haben Sie im Team Mitarbeiter, die sich bewusst für Sie und gegen eines der großen oder angesagten Dickschiffe entschieden haben?

Wir arbeiten bei allen Kunden eng mit der jeweiligen ATL-Agentur zusammen und so erfahren alle hier immer wieder im Alltag die Unterschiede zwischen einem solchen "Dickschiff" und - um im Bild zu bleiben - unserer Motoryacht. In unserer Struktur trägt jeder viel Verantwortung und kann ein Projekt umfassend begleiten und beeinflussen. Wer also anstelle eines Rädchens einer großen Maschine lieber selbst die Maschine ist, der fühlt sich bei uns sehr wohl und kann sich hier optimal entwickeln.

Was bieten Sie Ihren Mitarbeitern, um sie nach Idstein zu locken?

Wir konkurrieren ja nicht nur mit größeren Agenturen, sondern genauso mit der Industrie und z.B. Unternehmensberatungen um die talentierten Mitarbeiter. Dabei bieten wir eine Reihe von Faktoren auf: Top-Marken als Kunden, viel Verantwortung in den Projekten, einen transparenten Karriereplan in Zweijahresschritten und ein sehr familiäres Umfeld, das persönliches Wachstum in das Zentrum stellt.

Wie hoch ist die Fluktuation bei Ihnen?

Unsere Fluktuation ist extrem gering. Wer sein Potenzial in der Probezeit unter Beweis stellen konnte, der ist in der Regel bis heute bei uns geblieben. Ein Großteil des heutigen Teams hat bei uns die Ausbildung, ein Duales Studium, oder nach dem Studium ein befristetes Trainee-Programm absolviert und ist dann - entsprechend top präpariert - von uns übernommen worden. Da wir als Sales Development Agentur stark spezialisiert sind, investieren wir viel in die Ausbildung und möchten mit den Kollegen dann auch langfristig das Unternehmen aufbauen und stärken.

Haben Sie denn selber schon mal Fernweh gehabt und über einen Umzug in eine der Werbemetropolen nachgedacht?

Über einen Umzug haben wir nie ernsthaft nachgedacht. Wir sitzen zwar im Taunus, sind aber an den Arbeitsmarkt von Frankfurt, Wiesbaden und Mainz angebunden, so dass wir die Vorteile beider Welten ganz organisch miteinander verbinden können. Die Entwicklung wird es irgendwann sicher erfordern, dass wir z.B. in Hamburg eine Niederlassung eröffnen, allerdings wird das nicht dazu führen den jetzigen Standort in Frage zu stellen. Unsere kleinstädtische Oase befindet sich ja verkehrstechnisch an zentralster Stelle in Deutschland und entsprechend leicht fällt es uns von hier aus Kunden im ganzen Bundesgebiet zu betreuen.

Wie sieht's bei Ihnen eigentlich aus?

Wir sitzen in einem Architektenhaus im Bauhaus-Stil, dessen große Glasfronten es allen möglich machen jederzeit den Himmel zu sehen.

Quelle: Brand on Fire

Quelle: Brand on Fire

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