Aktuelle Ausgabe

Jochen Kalka
Print im Olymp

Was reimen sich Medianer und Marketer oft zusammen, verstecken sich hinter meist englischen Fachbegriffen, die sie selbst nicht verstehen, und vernichten Budgets in scheinbar modernen Medien, deren Werbewirkung nicht einmal richtig nachweisbar ist? Dann regt sich das Lager der Werbungtreibenden mit ihrem Verband OWM auf, woraufhin Mediaagenturen die Entdeckung des Heiligen Grals verheißen oder die Rezeptur eines Zaubertranks, doch am Ende ist das ganze Mediaspiel viel zu oft ein großes Verzocken. Nein, natürlich ist es nicht so – oder doch? Denn Erfolg durch Mediaplanung kann ganz einfach sein: Mark Bezner zum Beispiel ist der Geschäftsführer von Olymp-Hemden in Bietigheim-Bissingen in Baden-Württemberg. Er vertraut seiner eigenen Erfahrung und der seiner Werbeagentur BSS. Der Mediaplan von Olymp passt wohl auf einen Bierdeckel: Print. Unbeeindruckt von digitalen Hypes bleibt Bezner Gutenbergs Erben treu und erobert die Marktführerschaft in Deutschland. Vor zehn Jahren startete der Schwabe seine Kampagne – seither hat sich der Umsatz fast verdreifacht, auf 237 Mio. Euro. Komisch eigentlich, dass ein Markenartikler der Wirkung von Print mehr vertraut als viele hoch bezahlte Mediaexperten – oder Verlage selbst (S. 18).

Jochen Kalka
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