Aktuelle Ausgabe

Jochen Kalka
Kreative Karrieren

Das gibt Hoffnung: Bertelsmann rekrutiert für das Management von morgen plötzlich Geisteswissenschaftler. WPPOberhäuptling Sir Martin Sorrell achtet auf wache Geister für seine Kreativfabriken. Lufthansa stellt einen ein, der nervt, einen notorischen Störer für das Entwicklungsteam des Innovation-Labs. Bisher war im Land der Dichter und Denker selbst für kreative Karrieren vor allem eines wichtig: das Zeugnis. Dabei sind es doch gerade Lebensläufe mit Brüchen, Wechseln, Überraschungen, die von vielschichtigen Erfahrungen profitieren, von dem Mut, Neues zu beginnen, gewohnte Wege zu verlassen. Der Druck für Agenturen, Medienhäuser und Unternehmen kommt natürlich von der digitalen Revolution. Selbst Snapchat, das gerade den fünften Kindergeburtstag gefeiert hat, ist längst ein Großer und muss sich trotzdem ständig neu erfinden, um sich weiterhin zu behaupten. Der Wettbewerb wird mehr denn je über Innovationen aus getragen, wie W&V-Kollegin Judith Pfannenmüller in der Titelstory beschreibt. Darin stellt sie eine neue Denkhaltung vor, die den Nutzer in den Mittelpunkt rückt, einen Gegenentwurf zum alten Industriedenken: Design Thinking. Knetmasse und Legosteine gehören dabei zur Grundausstattung – und geben der Branche Hoffnung.

Jochen Kalka
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