Aktuelle Ausgabe

Jochen Kalka
Die Antwort

Die Vorwürfe an Mediaagenturen waren hart, als W&V vor gut einem Jahr die sogenannte Mediadebatte anstieß: Intransparentes Geschäftsgebaren mit riesigen Tradingvolumina wurde ihnen ebenso vorgeworfen wie Rabatttricks, die als Serviceleistung getarnt worden seien. Kein anderes Medium wagte sich in dieser Klarheit an diese Themen (W&V 30/2015: „Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort… Das perfekte Versprechen von Mediaagenturen“). Nun traut sich mit mutiger Offenheit Klaus-Peter Schulz aus der Deckung. Mit dem Geschäftsführer der Organisation der Mediaagenturen OMG sprechen wir darüber, welche Rolle Trading spielt, wie es um die neuen Konkurrenten wie IBM, SAP oder Accenture steht, ob im Mediaplan die Werbeplätze auftauchen, an denen eine Agentur am meisten verdient, und wie die Rabattkultur funktioniert. Das freilich sind noch längst nicht alle heiklen Themen: Besonders spannend ist die These, dass Mediaagenturen für Kunden ein marktrelevantes Korrektiv seien. „Die Mediainflation wäre ohne dieses Gegengewicht wesentlich höher“, sagt Schulz. Und begründet es mit den Duopolen, Oligopolen und Monopolen in den jeweiligen Gattungen. Zugegeben: Die Antwort von Klaus-Peter Schulz dürfte die Mediadebatte wieder gut in Fahrt bringen.

Jochen Kalka
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