Lesetipp: Glosse über berufstätige Väter in der Süddeutschen Zeitung
Dorothee
Rothfuß
Veröffentlicht am 06.02.2012 - 14:27 Uhr
Jeanne Rubner, ihres Zeichens eigentlich Leitende Redakteurin im Ressort Außenpolitik der Süddeutschen Zeitung, hat in der Wochenend-Ausgabe eine wunderbare Glosse über die Männer geschrieben. Und zwar nicht über irgendwelche. Sondern über diejenigen unter den Berufstätigen, die sich Väter nennen.
Die Autorin schildert eine Szene, in der ein Kollege seine kleine Tochter in die Redaktionskonferenz mitbringt. Das Blondchen wird bewundert und persönlich vom Chefredakteur begrüßt. Was wäre wohl die Reaktion auf eine vergleichbare Aktion einer Redakteurin gewesen? „Überfordert, die Gute, kriegt offenbar die Kinderbetreuung nicht auf die Reihe!“, ätzt Rubner.
Zwar haben die Männer das Thema Kinder entdeckt, angeführt von Promis wie Brad Pitt, der seine sechs Kinder durch die Hochglanzmagazine schleppt. Oder befeuert von Autoren wie Richard David Precht, der seinem Sohn Oskar in seinem neuen Buch „Warum gibt es alles und nicht nichts“ mitten in Berlin die Welt erklärt.
Und die Zahl der Väter in Elternzeit hat sich in den vergangenen vier Jahren auf 20 Prozent verfünffacht. Aber, zitiert Rubner die dürre Statistik, die Männer beanspruchen in der Regel nur die zwei
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Neues vom bösen Chef
Dorothee
Rothfuß
Veröffentlicht am 06.02.2012 - 12:23 Uhr
Foto: ©
Freie Universität Berlin
Eine entscheidende Rolle beim Entstehen von Mobbing spielt der Führungsstil von Vorgesetzten. Zeigen sich Führungskräfte gesprächsbereit und räumen Mitarbeitern bei wichtigen Entscheidungen ein Mitspracherecht ein, wird in der entsprechenden Abteilung auch seltener gemobbt. Dies fanden Jens Eisermann und Elisabetta De Constanzo vom Arbeitsbereich Sozial- und Wirtschaftspsychologie der Freien Universität Berlin heraus. Die Ergebnisse wurden von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) veröffentlicht.
Für ihre Studie „Die Erfassung von Mobbing“ werteten die Wissenschaftler die Online-Antworten von mehr als 4300 Behördenmitarbeitern aus zwei Bundesländern aus. Die Autoren verglichen dabei zwei gängige Verfahren aus der Mobbing-Forschung, u.a. das sogenannte „Leymann Inventory of Psychic Terrorization“ (LIPT).
Interessanter Befund: Anders als oft gerne angenommen spielen kritische Ereignisse wie Scheidung, Umzug, Arbeitsplatzwechsel oder Todesfälle als mögliche Ursache für das Gemobbt werden keine Rolle. Das Mobbing ist statt dessen ein Gruppenphänomen, das sehr stark im Führungsstil des jeweiligen Vorgesetzten wurzelt. „Wenn kein partizipa
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Lesetipp: Langzeit-Studie zu engagierten und faulen Arbeitnehmern in der FAS
Dorothee
Rothfuß
Veröffentlicht am 06.02.2012 - 10:58 Uhr
Langzeit-Studien in der Soziologie sind und waren eine Seltenheit - wer will schon Forschung über mehrere Jahrzehnte finanzieren? Aber es gibt da eine Untersuchung in den USA, die vor fast 100 Jahren begann, und ihr Ergebnis ist erstaunlich: Nicht die faulsten, sondern die fleißigsten Arbeitnehmer werden am ältesten.
Hin und wieder gab es Artikel über die Studie, die auch kritisch ihren ursprünglich eugenischen Ansatz beleuchteten, aber generell ist die Erhebung hierzulande kaum bekannt. Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung hat sie jetzt ausführlich gewürdigt. Die Fragestellung: Hält Arbeit jung oder leben Müßiggänger insgesamt besser und länger? Der Stanford-Psychologe Lewis Terman begann die Studie 1921. Er suchte etwa 1500, überdurchschnittlich intelligente, etwa zehn Jahre alte Jungen und Mädchen und befragte sie über Jahrzehnte. Nach seinem Tod 1956 führten mehrere Wissenschaftlergenerationen die Terman-Interviews mit den gelegentlich "Termiten" Genannten fort.
Momentan sind Howard Friedman und Leslie Martin von der University of California mit der Aufgabe betraut. Mit einem Buch fanden sie den Weg aus den Fachjournalen in die breite Öffentlichkeit.
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Kienbaum-Studie „High Potentials 2011/2012“
Dorothee
Rothfuß
Veröffentlicht am 03.02.2012 - 11:29 Uhr
Foto: ©
Kienbaum Communications GmbH & Co. KG
Her mit den High Potentials, sagen sich weiterhin viele Unternehmen. Die überdurchschnittlich qualifizierten Absolventen wissen um ihren Marktwert – es steht ja oft genug in der Zeitung – und lassen sich gerne bitten. Doch die Soft Skills der umworbenen Schlauberger hinken ihren intellektuellen Qualitäten häufig hinterher. Einige der so genannten High Potentials scheitern im Beruf, weil sie sich selbst überschätzen. Das ist das Fazit der „High Potentials Studie 2011/2012“ der Managementberatung Kienbaum. Die Gummersbacher haben dafür 460 Unternehmen aller Größen in Deutschland, Österreich und der Schweiz befragt.
Wenn High Potentials Rückschläge im Job erleiden, dann nicht wegen ihrer Qualifikationen, sondern weil sie sich selbst überschätzen, sagen 94 Prozent der deutschen Personaler. 89 sehen eine mangelnde Fähigkeit zur Selbstkritik als Grund. Der teilweise schwachen Soft Skills zum Trotz sind fachliche Überflieger sehr begehrt. 74 Prozent der befragten deutschen Unternehmen konnten ein Viertel ihrer Wunschkandidaten nicht an sich binden. Besonders begehrt sind die „Hipos“ in Forschung & Entwicklung, in IT und Produktion. Hat man sie einmal für sie
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Serie: Azubis reden Klartext
Sorel
Loum
Veröffentlicht am 03.02.2012 - 10:15 Uhr
Im November 2010 brachte Microsoft Kinect auf den Markt. Das System wurde ein Riesenerfolg für das Unternehmen aus Redmond. Allerdings war es anfangs nur für die Xbox 360, also zur Steuerung von Videospielen geplant. Hacker erkannten hingegen früh das Potenzial der Technologie und nutzten die Möglichkeit der Gestensteuerung für verschiedenste eigene Anwendungen. Dies blieb natürlich auch Microsoft nicht verborgen und nun soll Kinect auch auf anderen Plattformen und zu anderen Zwecken zum Einsatz kommen.
Für den ersten Februar wurde eine Kinect-Version für Windows angekündigt und vor wenigen Tagen berichtete „The Daily“, dass es bereits erste Prototypen von Netbooks mit integrierter Kinect-Hardware gibt. Dem Bericht zufolge handelt es sich dabei um Asus-Geräte, die mit Windows 8 ausgestattet sind. Die Prototypen wurden inoffiziell von Microsoft bestätigt.
Auch bei hmmh gibt es schon konkrete Pläne Kinect einzusetzen. In der Agentur hängen einige Monitore, die derzeit die Belegung der Konferenzräume anzeigen. Diese sollen um viele Funktionen erweitert und zukünftig per Kinect bedient werden können. So soll es möglich sein, mit Gesten durch die verschiedenen Seiten zu
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Personalmarketing in der Kommunikationsbranche
Hans-Gerhard
Kühn
Veröffentlicht am 03.02.2012 - 10:00 Uhr
Employer Branding ist nach wie vor in aller Munde. Schlagwort, Hype, Notwendigkeit und Umsatzchance. Tausend Mal und mehr beschrieben und kommentiert.
Es ist schon erstaunlich, wie der so völlig unerwartet auftauchende Mangel an qualifizierten Mitarbeitern plötzlich durch alle Köpfe, Firmen und Medien geistert. Kongresse, Seminare, Websites, Marktforschung und Studien, Konzepte und Beratungsangebote. Jeder hat Bedarf, jeder bietet etwas an, jeder weiß wie es geht. Eine der führenden Personalberatungsunternehmen bietet ein Konzept mit über ein Dutzend verschiedenen Stufen bzw. Einzelkonzepten an. Ist das Thema wirklich so kompliziert oder lässt sich so am meisten Geld verdienen?
Spannend finde ich die Rollen und Auftritte der Kommunikationsagenturen zu diesem Thema. In zweierlei Hinsicht. Als Anbieter von Dienstleistungen rund um Employer Branding u.ä. und als Arbeitgeber, der seine eigene Dienstleistung nutzen könnte. Es kann der Eindruck entstehen, alle Agenturen können Employer Branding. Denn fast jede Agentur bietet das Thema an. Aber beherrscht sie es auch? Lässt sich eine Arbeitgebermarke wie ein bekannter Markenartikel, ein Premiumfahrzeug, ein Hightech Hersteller
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Führungskräfte müssen zur Untenehmenskultur passen
Judith
Stephan
Veröffentlicht am 02.02.2012 - 13:56 Uhr
Ein gutes Betriebsklima, Diversity sowie eine authentische Unternehmenskultur, dass diese Bedingungen wesentlich zum Geschäftserfolg beitragen, davon sind die meisten Chefs und Personaler fest überzeugt. Aber wie werden diese Begriffe definiert und wie die dafür jeweils passende Belegschaft gefunden?
Die Personalberatung Headsahead, die an den Standorten Düsseldorf und Hamburg aktiv ist, rekrutiert Fach- und Führungskräfte nicht allein nach Qualifikationsmerkmalen sondern zusätzlich auch nach „sozialen Kriterien“. Die Consultants legen bei der Vermittlung besonderen Wert darauf, wie gut Kandidaten zur jeweiligen Unternehmenskultur passen. Der HRmarketingblog hat sich das Prinzip „Best Fit“ von Managing Partner Ralf Kreutzberg erklären lassen.
Was steckt hinter diesem Anspruch und was bedeutet das fürs Recruiting?
Ralf Kreutzberg: Es gibt bestimmte Werte, die den Charakter eines Menschen und auch eines Unternehmens ausmachen. Sie manifestieren sich beispielsweise im Umgang mit Gesprächspartnern, im Umgang mit Problemen und Konflikten, im Kooperations- und Durchsetzungsvermögen. Alles das, was früher unter dem Oberbegriff „Soft Skills“ zusammengefasst wurde, sind
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Komplexes Berufsbild CIO
Dorothee
Rothfuß
Veröffentlicht am 02.02.2012 - 13:13 Uhr
Christer Öberg, CIO bei der schwedischen IT-Beratung Projectplace
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Projectplace
Es geht ihm ein bisschen wie der Ehefrau eines Politikers. In der öffentlichen Wahrnehmung steht der CIO (Chief Information Officer) stets hinter dem CEO (Chief Executive Officer). Auch intern erinnern sich die meisten Kollegen erst an ihn, wenn das Computer-Netzwerk mal wieder spinnt. Dabei werden die Online-Aktivitäten in den Büros immer ausgefeilter und damit wachsen die Verantwortung und der Druck des IT-Chefs. In den vergangenen 15 Jahren hat sich seine Rolle extrem geändert. Technologischer Fortschritt und globalere Ausrichtung machen seine Rolle zunehmend komplexer. Christer Öberg, CIO der schwedischen IT-Beratung Projectplace, plaudert aus dem Nähkästchen.
Umzug in die Cloud. Cloud Computing spart Kosten, reduziert Down-Zeiten und macht die Arbeit flexibler. Obwohl dieser Trend rasch wächst, zögern viele Unternehmen. Sie werden den Schritt aber gehen müssen, um auf Dauer wettbewerbsfähig zu bleiben. Am Anfang sollte der CIO mit seinem Team einige Aufgaben lösen. Die Migration in die Cloud ist kompliziert. Kritische Systeme und Daten wandern in eine ganz neue Umgebung. Danach läuft der Workflow aber für Belegschaft und IT-Abteilung wesentlich reibungsloser.
Soziale
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Ipsos-Umfrage
Dorothee
Rothfuß
Veröffentlicht am 02.02.2012 - 11:33 Uhr
Telearbeit hat rund um die Welt ein positives Image
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Ipsos Deutschland
Home sweet home. Wenn sie nur dürfte, würde die Hälfte der berufstätigen Deutschen ihren Job von zu Hause oder einem anderen Ort aus erledigen. Dies ergab eine Global@dvisor-Studie von Ipsos. Die Marktforscher befragten im Auftrag von Thomson Reuters News Service im Oktober 2011 rund 19.000 Teilnehmer zwischen 16 und 64 Jahren in 24 Ländern zum Thema Telearbeit.
Qua Definitione ist Telearbeit das Arbeiten von zu Hause oder einem anderen Ort per E-Mail, Telefon oder Videotelefonie. Rund ein Drittel der Befragten oder 35 Prozent weltweit nutzt diese Möglichkeit. Große Fans des Home-Office sind offenbar die Inder. 82 Prozent arbeiten regelmäßig auf diese Art, rund ein Drittel (32) wird sogar nur von zu Hause aktiv. Generell scheint das ausgelagerte Büro in Schwellenländern sehr beliebt zu sein: Indonesier (71 Prozent), Mexikaner (58), Südafrikaner (56) und Türken (56) nutzen regelmäßig Telearbeit.
Europa ist bei diesem Thema hingegen noch konservativ. Ganz hinten liegt Ungarn: Lediglich acht Prozent nehmen die Möglichkeit wahr, außerhalb ihrer Arbeitsstätte aktiv zu sein. Wenig innovativ zeigen sich auch die großen Industrienationen Frankreich und Deutschland mit jeweils
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Agenturen als Arbeitgeber
Vanessa
Boysen
Veröffentlicht am 02.02.2012 - 10:00 Uhr
Inzwischen ein Dauerbrenner: Die fehlende Nachwuchs in der Marketing- und Kommunikationsbranche insbesondere in den Agenturen. Besorgte Herren denken laut in Interviews, wie schön es war, als junge Menschen ihnen noch die Bude einrannten. Eine Recruiting-Kampagne jagt die andere. Selbst Agenturen wie Jung von Matt hauen da mal ordentlich einen raus. Das ist alles gut und schön und auch toll ausgedacht.
Aber mal ehrlich: Recruiting-Kampagne? Jeder, der nur annähernd mal gedacht hat “Kommunikationsbranche, das wäre vielleicht was für mich” kennt Jung von Matt und vergleichbare Wettbewerber. Auf den Arbeitgeber an sich muss da nicht aufmerksam gemacht werden. Aber darum geht es ja auch gar nicht, es wird darauf aufmerksam gemacht, dass Stellen zu besetzen sind und man sich doch bitte bewerben soll. Auch diese Information dürfte für den interessierten Studierenden und Absolventen alles andere als neu sein.
Die Zielgruppe enthält sich also nicht der Unkenntnis wegen einer Bewerbung, sondern weil sie einfach nicht so recht will.
Das Argument des steilen Aufstiegs, den Agenturen seit jeher propagieren, hat wesentlich an Glanz verloren. In Zeiten, in denen nach der
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