Die Agentur-Branche als Arbeitgeber
Dorothee
Rothfuß
Veröffentlicht am 05.07.2011 - 08:44 Uhr
Agenturchef Gessulat: "Der Qualitätsanspruch ist sicher höher geworden."
Foto: ©
Gessulat/Gessulat
Vor wenigen Wochen hat Karsten Gessulat, 43, zusammen mit seinem Bruder, Ex-Playboy-Chefredakteur Stefan Gessulat, in München seine eigene Full-Service-Agentur Gessulat/Gessulat gegründet. Karsten Gessulat arbeitete u.a. für Springer & Jacoby, TBWA und Scholz & Friends. Zuletzt war er sechs Jahre lang geschäftsführender Gesellschafter bei Serviceplan Sales. Mit ihm haben wir darüber gesprochen, wie sich die Anforderungen an den Werbe-Nachwuchs und die Arbeitsbedingungen in Agenturen verändert haben. Ein Blick zurück also, aber auch ein kritischer Vergleich von damals und heute.
Dem Interview voranstellen wollen wir eine – nicht ganz ernst gemeinte –„Twitterperle“ von Katja Berlin: „Ich bin Junior Art Director in einer Werbeagentur.“ „Tatsächlich? Das ist ja toll, wenn so junge Leute wie du sich ehrenamtlich engagieren.“
Herr Gessulat, erzählen Sie mal von früher. Da war doch bestimmt alles besser.
Karsten Gessulat: Ich habe vor 20 Jahren mit der Werbung angefangen. Anfang der 90er war ich bei Lintas, damals mit etwa 400 Mitarbeitern die größte deutsche Werbeagentur. Das war eine ganz wichtige Station. Ich begann als Texter, später wurde ich Senior
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Exklusiv-Interview
Dorothee
Rothfuß
Veröffentlicht am 30.06.2011 - 17:17 Uhr
Seit zehn Jahren leitet Inka Wittmann, momentan in Elternzeit, das Recruiting bei Jung von Matt und sorgt in der Hamburger Kreativschmiede für Konstanz in der HR-Arbeit. Im W&V-Interview spricht die JvM-Personalleiterin über Törtchendiagramme, ‚Freunde’ auf Facebook und Bewertungsportale
W&V: Was fällt Jung von Matt beim eigenen Employer Branding ein?
Inka Wittmann: Wir waren in der Agenturlandschaft schon immer eine wichtige Marke. Jetzt ist der Zusatz Employer einfach noch hinzu gekommen. Wer bei uns arbeiten möchte, findet eine klare Positionierung vor. Das spricht viele Bewerber an. Wir bekommen ungefähr 100 Mappen im Monat, davon sind die Hälfte Initiativbewerbungen.
W&V: Sollten junge, neue Talente etwas Spezielles mit der Agentur assozieren?
Wittmann: JvM will Leute ansprechen, die sich als Dienstleister verstehen und nicht gleich nach dem ersten Entwurf den Stift zur Seite legen. Die Unternehmensphilosophie „Wir bleiben unzufrieden“ soll auch für die Mitarbeiter gelten. Schließlich haben wir einen Ruf als ideengetriebene, kreative Agentur, die nicht einfach 8000 Törtchendiagramme präsentiert.
W&V: Reizt es Sie nicht, Gütesiegel wie Top Job zu
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MBA-Tagebuch, SMI/Steinbeis-Hochschule Berlin
Thomas
Forster
Veröffentlicht am 30.06.2011 - 10:30 Uhr
Treffpunkt für Politik, Wirtschaft und Wissenschaft: das Harnack-Haus in Berlin-Dahlem.
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Harnack-Haus
Ja, so kam denn an einem sonnigen Morgen im Harnack-Haus, Berlin, die Stunde der Wahrheit. An jenem Ort, der Wissenschafts- und Forschungsgeschichte schrieb und ganz wesentlich zum Mythos der Wissenschaftskolonie Dahlem beitrug: Seit 1929 treffen sich hier Politiker, Spitzen der Wirtschaft, Nobelpreisträger und ihre Schüler zum geselligen Austausch, zu Vorträgen und zur Diskussion (http://www.harnackhaus-berlin.mpg.de/). Die Gäste- und Vortragslisten aus den frühen Tagen lesen sich wie ein „Who is Who“: Albert Einstein, Werner Heisenberg, Fritz Haber, Otto Hahn, Lise Meitner, Max Planck, Ricarda Huch. Nun ja, und heute – mehr als 80 Jahre nach der Eröffnung – wir, die Studenten der Steinbeis-Hochschule aus den Fachbereichen Media Management, Marketing, General Management, Sales und Finanzen.
Wir haben zwar nicht Geschichte geschrieben. Aber zumindest hatte jeder eine Geschichte dabei. Eine Geschichte in Form eines selbst entwickelten Business-Plans.
Jeder angehende MBAler präsentierte vor versammeltem Plenum – und unter dem strengen Blick von Professor Werner Seebacher – seinen Business-Plan, den er oder sie in wochenlanger Vorarbeit erstellt und nach einem ersten
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Social Media Recruiting Conference
Thomas
Forster
Veröffentlicht am 29.06.2011 - 11:10 Uhr
Interessanter Start der Social Media Recruiting Conference, die heute und am Donnerstag in Wien stattfindet. Initiator ist das Hamburger Unternehmen Atenta, Betreiber des Blogs http://www.wollmilchsau.de. Volle Stuhlreihen, die Konferenz ist restlos ausgebucht.
Die Grundproblematik fuer die Personalbeschaffung ist bekannt: Auf Platz eins rangiert laut ICR Social Media Recruiting Report 2011 der Fachkräftemangel (72 Prozent), aber auch Standort (36 Prozent) und Arbeitgeberimage (30 Prozent) stehen auf der Agenda. In Wien referieren Manager wie Stefan Schmidt-Grell, Director Product Marketing bei Xing, Susanne Hagen, Sourcing Manager bei Philips Deutschland, oder Robindro Ullah, Leiter Zusatz Services bei der Deutschen Bahn.
Zu Beginn wies Ralf Tometschek, Geschäftsfuehrer der Agentur Identitaeter, auf einige Basics hin. So sollte die Social Media-Strategie auf der Markenstrategie aufbauen. So weit, so bekannt. Interessant ist der Zugang über Storytelling-Interviews mit Mitarbeitern, die Episoden und Essenzen aus der Unternehmensgeschichte herausarbeiten. Zum Beispiel praktiziert bei dem Identitäter-Kunden Prisma Kreditversicherung, einem Unternehmen aus Österreich. Prisma trat gegen
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Lese-Tipp
Thomas
Forster
Veröffentlicht am 28.06.2011 - 10:10 Uhr
Jetzt sind sie dran: Lars und Meike Schlecker.
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Die Zeit
Über das Image des Drogerie-Imperiums Schlecker gibt es vermutlich keine zwei Meinungen. Dabei ist die Unternehmensgeschichte durchaus eindrucksvoll. Als seinerzeit jüngster Metzgermeister der Bundesrepublik arbeitete der 21jährige Anton Schlecker 1965 im elterlichen Betrieb, gründete dann aber sein erstes SB-Warenhaus. Nach dem Wegfall der Preisbindung baute er von 1975 an den Discounter Schlecker auf und wurde zum Milliardär. Doch als Arbeitgeber gilt Schlecker schlicht als grauenhaft. Vermutlich nicht ganz zu unrecht. So grauenhaft wie der neue Werbeauftritt „For you. Vor Ort.“, Teil des angeblich 230 Millionen Euro schweren neuen Firmenkonzepts „Fit for Future“.
Was Karin Finkenzeller nun in der Zeit berichtet (22. Juni, Wirtschaft/S.36) klingt nach Aufbruch. Zaghaft und geradezu rührend versuchen die Junioren Meike, 37, und Lars, 39, („Der schlaksige Mann am Rednerpult ist nervös. Er stockt, verhaspelt sich.“) alles besser zu machen. Immerhin, so erfährt man, fährt die 37-Jährige nicht nur mit dem Porsche bei der Filiale vor, sie begrüßt sogar die Verkäuferin.
Lars kündigt an, sein Unternehmen wolle nicht mehr „der Buhmann für Deutschland“ sein:
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Deutsche Telekom
Thomas
Forster
Veröffentlicht am 27.06.2011 - 15:41 Uhr
Auf Chef-Kurs: Personalvorstand Thomas Sattelberger.
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Deutsche Telekom
Gesagt, getan. „Die Telekom ist im internationalen Vergleich ein äußerst attraktiver Arbeitgeber geworden", sagt Personalvorstand Thomas Sattelberger. „Wenn wir im Wettbewerb um talentierte Mitarbeiter vorn dabei sein wollen, müssen wir unsere Vorzüge stärker betonen und genau das tun wir.“ Der Telekom-Manager hat jedenfalls festgestellt, dass die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben für Talente „ein zentrales Kriterium bei der Arbeitgeberwahl“ ist. Deshalb geht die Kampagne „Werde Chef Deines Lebens“ jetzt in die Hauptphase. Nach dem Auftakt mit Profi-Fußballerin und Telekom-Mitarbeiterin Katharina Baunach zum Thema duale Karriereförderung kommen nun drei neue Motive hinzu.
Es geht um Elternzeit und Teilzeitarbeit. Dazu gehören flexible Arbeitszeitmodelle oder Auszeiten. Die Deutsche Telekom wolle Mitarbeiter dabei unterstützen, individuell Beruf und Freizeit unter einen Hut zu bringen, wie der Konzern betont. Sei es um Energie zu tanken, für die Familie da zu sein oder ein Studium zu verwirklichen.
Die zunehmende Vernetzung gebe der Telekom aber auch die Möglichkeit, den Mitarbeitern mobiles Arbeiten anbieten zu können. Dadurch können Arbeitstage so
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Exklusiv-Interview
Judith
Stephan
Veröffentlicht am 27.06.2011 - 15:37 Uhr
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Telefónica Germany
Zahl der Volunteers verdoppelt, Spendenaufkommen vervierfacht – so lauten die Schlagzeilen unter denen in der vergangenen Woche Telefónica Germany den firmeneigenen Corporate Responsibility Report vorstellte. Im Gespräch mit W&V- kommentiert CEO René Schuster das bisherige soziale Engagement, das immens auf die Arbeitgebermarke einzahlt.
W&V: Telefónica Germany hat gerade den aktuellen Corporate Responsibility Report vorgelegt. Könnten Sie kurz die wichtigsten Kennzahlen skizzieren?
René Schuster: Als Unternehmen streben wir eine langfristige Kundenbindung an. Daher hat die Zufriedenheit unserer aktuell mehr als 20 Millionen Privat- und Geschäftskunden (Mobilfunk und DSL) für uns höchste Priorität. Telefónica Germany zählte 2010 wieder zu den besten Arbeitgebern in Deutschland. Bei der unabhängigen Studie Great Place to Work haben wir in der Kategorie über 5.000 Mitarbeiter 2010 den ersten Platz belegt. Ausschlaggebend für diesen Erfolg war die hohe Mitarbeiterzufriedenheit in unserem Unternehmen. 97 Prozent der Beschäftigten fühlen sich nach eigenen Angaben fair behandelt; 89 Prozent sind stolz auf ihren Arbeitgeber.
W&V: Auch das soziale Engagement
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Wie Google Mitarbeiter sucht
Martin
Jahrfeld
Veröffentlicht am 24.06.2011 - 13:29 Uhr
Wer neue Mitarbeiter einstellt, kann nach zwei Methoden vorgehen. Entweder man sucht akribisch jenen Mitarbeiter, die nicht nur haargenau zur ausgeschriebenen Stelle, sondern auch in Aussehen und Auftritt exakt zur besonderen und einmaligen Kultur des Unternehmens passt. Oder man geht davon aus, dass Erfolg und Innovation viel mit Unterschieden und Gegensätzen zu tun haben und die eigene Belegschaft deshalb im Idealfall so bunt und vielfältig sein sollte wie das wirkliche Leben. „Passung“ heißt das eine, „Diversity“ das Andere.
Erstaunlich, das ausgerechnet eine hipper Weltkonzern wie Google bei der Personalsuche offensichtlich eher auf Passung denn auf Diversity setzt. Wer bei den Suchmaschinisten mitmischen will, muss mindestens acht harte Bewerbungsgespräche mit verschiedensten potentiellen Vorgesetzten hinter sich bringen: Nicht nur der Chef, auch einige unmittelbare Kollegen wollen schon sehr genau wissen, mit wem man es künftig zu tun haben könnte. Google kann es sich leisten - schließlich sind die Amerikaner eine der begehrtesten Arbeitgebermarken der Welt.
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MBA-Tagebuch, SMI/Steinbeis-Hochschule Berlin
Thomas
Forster
Veröffentlicht am 24.06.2011 - 08:47 Uhr
Zweiter Auslandsaufenthalt für die Medien- und Marketing-MBAler aus Berlin.
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Thomas Forster
New York, Nuuuuhuuu Yoooork! Eine pulsierende Acht-Millionen-Metropole, eine geschäftige 5th Avenue, ein touristenumspülter Times Square, ein übervoller Lifestyle-Bunker Abercrombie & Fitch (http://www.abercrombie.com) - und mittendrin wir, die Männer-WG, wohnhaft in Harlem. Von dort aus ging's jeden Morgen mit der Metro zum Washington Square Park, genauer gesagt: schräg gegenüber zur Stern Business School der New York University (http://www.stern.nyu.edu/). Na ja, ein Abstecher zu Starbucks war zeitlich schon noch drin. New York, das war der zweite Auslandsaufenthalt nach Mailand und der dortigen SDA Bocconi. Eine Woche International Media intensiv im Zuge unseres Executive MBA-Studiums.
Vormittags Vorlesung, nachmittags Site Visits bei Internet- und Medienunternehmen, PR-Networks, Sendern und Start-ups: So war das "Strategic Media and Marketing Executive Program" von NYU und der School of Management and Innovation (SMI) an der Steinbeis-Hochschule Berlin aufgebaut. Praxis-Termine fanden zum Beispiel bei der Verlagsgruppe Meredith statt, bei dem Wirtschafts- und Finanzspezialisten Bloomberg, dem Lokalsender NY 1 (a Time Warner Company) und bei Edelman PR. Hinzu
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Nach massiver User-Kritik
Dorothee
Rothfuß
Veröffentlicht am 22.06.2011 - 15:51 Uhr
HR-Manager Plath: Überrascht über die Emotionalität der Antworten.
Ein großes Echo unter den Usern hat unser Interview mit Jens Plath, Personalchef der Serviceplan-Gruppe in München, hervorgerufen. Von Unzulänglichkeiten in der Personalarbeit ist da die Rede, von ausbleibendem Feedback auf Bewerbungen, schlechter Bezahlung und extremen Arbeitszeiten. Deshalb haben wir noch einmal das Gespräch mit dem HR-Manager gesucht.
Herr Plath, überrascht es Sie, dass unser erstes Interview zum Thema Employer Branding auf Seiten der Leser so emotionale Reaktionen hervorgerufen hat?
Jens Plath: Über die Emotionalität der Antworten war ich tatsächlich überrascht. Dabei ist es unser Bestreben, gerade solche Vorkommnisse zu vermeiden, wie sie die Kommentatoren des Blogs schildern. Ich möchte trotzdem behaupten, dass das Einzelfälle gewesen sein müssen. Man kann solche Erfahrungen leider nie ganz ausschließen, wir sollten aber trotzdem daraus lernen. Ich biete ausdrücklich allen, die sich gemeldet haben, ein persönliches Gespräch oder Telefonat mit mir an.
Was entgegnen Sie den Hauptvorwürfen, dass es bei Serviceplan schlechte Bezahlung und schlechte Arbeitszeiten gäbe, bestimmte Studiengänge und gute Noten ignoriert würden?
Jens Plath: Die schlechte
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