Wer sich je auf ein Blind Date eingelassen hat, kennt dieses Gefühl: Der Puls rast, die Hände schwitzen. Wie wird das unbekannte Gegenüber aussehen, riechen, reden? Ein wenig von diesem Reiz des ersten Kennenlernens holen sich jetzt die Werber von Scholz & Friends in ihre Agentur. Genauer: in ihre Kantine.
Denn: In den vergangenen Monaten hatte Scholz & Friends viele Neuzugänge zu verzeichnen. Allein auf dem Kunden Opel arbeiten derzeit 70 Werber. Da fragte sich Creative Director Marc Kittel: „Wer sind denn die ganzen Leute hier?“ Und entwickelte kurzerhand eine Homepage inklusive Zufallsgenerator, auf der sich bis dato unbekannte Mitarbeiter für ein Blind Date in der Mittagspause zusammenwürfeln können.
Der Name der Aktion: Lunch & Friends. Da speist dann die Neue aus dem Art Buying mit dem Account Director aus der Klassik. Oder der Agenturchef mit dem Praktikanten. Was so drollig daherkommt, hat natürlich auch einen betriebswirtschaftlichen Hintergrund. Mit Lunch & Friends wolle die Agentur Synergien schaffen, sagt Sprecher Markus Mayr. Außerdem will die Agentur ihre eigenen Leute über die Vielfalt des eigenen Angebots auf dem Laufenden halten.
So könnten die Kollegen ihren Kunden künftig Agenturleistungen verkaufen, von denen sie vorher gar nicht wussten, dass es sie gibt. Cross-Selling am Mittagstisch also. Indes, puren Eigennutz kann man Scholz & Friends nicht unterstellen. Wer sich fleißig vernetzt, wird mit digitalen Auszeichnungen belohnt. Und: Beim zehnten Blind Date übernimmt die Agentur die Rechnung.
Dieser Blog wurde verfasst von:
Jan-Philipp
Schlecht
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