In den kommenden Wochen und Monaten will Continental "ein über unsere bisherige Konzernpositionierung hinausgehendes Markenkonzept erarbeiten und mit der Umsetzung beginnen". Das kündigt Vorstandschef Elmar Degenhart in einem Interview mit der Zeitschrift high potential an. Der frische Auftritt soll "unsere breite Technologieaufstellung veranschaulichen", so Degenhart. Nach Informationen des HRMarketingBlog wird sich das gesamte Projekt jedoch um circa ein halbes Jahr verschieben. Insider erwarten nähere Ankündigungen dazu zur Hauptversammlung der AG Mitte Mai.
Tatsächlich entfallen etwa 40 Prozent des Conti-Umsatzes auf Reifen. 60 Prozent dagegen stammen aus dem reinen Automotive-Geschäft mit den Autoherstellern, etwa rund um Elektroniksysteme für das Chassis oder den Antrieb. Dennoch wird Continental in der Öffentlichkeit vor allem als Hersteller von Premiumreifen gesehen. "Wir haben einfach eine sehr lange Tradition als solcher - verbunden mit der direkten Ansprache der Endkunden über Werbung und Sponsoring", sagt Degenhart. "Die zu einseitige Wahrnehmung unter bestimmten Zielgruppen wollen wir aber ändern, um vor allem Ingenieure und Naturwissenschaftler auf uns als hochinnovatives und vielfältiges Unternehmen in der Automobilindustrie aufmerksam zu machen."
Außerdem arbeitet Continental offenbar an einer Flexibilisierung hinsichtlich Arbeitszeit und Einsatzort. Degenhart im Interview: "Das kommt nicht nur weiblichen Berufseinsteigern zugute." Der Vorstandsvorsitzende möchte bei den High Potentials vor allem mit flachen Hierarchien, hoch motivierten Mitarbeitern und als Innovations-Vorreiter punkten - allesamt Werte, die im Personalmarketing eine Rolle spielen sollen.
Dessen ungeachtet wird sich Continental wohl erst einmal weiter als Reifenspezialist profilieren. "Wir haben mit der Verlängerung der FIFA-Partnerschaft bis 2014 die Weichen für die weltweite Marketing-Kommunikation der nächsten Jahre gestellt", sagt Continental-Pkw-Reifen-Vorstand Nikolai Setzer. "Wir sind überzeugt davon, dass wir unsere Markenbekanntheit mit Hilfe des Fußball-Sponsorings der FIFA WM 2014 besonders in den aktuellen Wachstumsregionen Südamerika und Asien noch deutlich verbessern können." Denise Samardzic, Pressesprecherin für Personal- und Karrierethemen, sagt auf Anfrage des HRMarketingBlog zu dieser Kampagnen-Ausrichtung: "Daran wird sich nichts ändern." Continental hat die Rechte erworben, das Sponsoring der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2014 weltweit werblich einzusetzen und will das nutzen, um die gesamte Marketing-Kommunikation eng mit dem Sponsoring zu verknüpfen.
Dieser Blog wurde verfasst von:
Thomas
Forster
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