Was braucht ein Mitarbeiter, um zufrieden zu sein? Für 82 Prozent der Deutschen ist es ein angemessenes Gehalt, in dem sich die Wertschätzung des Arbeitgebers ausdrückt. Das geht aus einer aktuellen Studie hervor, die das Institut für Handelsforschung in Köln im Mai durchgeführt hat. Die Umfrage zum Thema Gehalt hat das IFH im Rahmen seiner umfassenden Studie zum Arbeitgeberimage im Handel nachgeschoben. Für die repräsentative Bevölkerungsbefragung haben die Forscher rund 3000 Deutsche befragt. Das Ergebnis: Stimmt das Gehalt nicht, sind 78 Prozent der Befragten bereit, den Arbeitgeber zu wechseln. Allerdings ist die Welt nicht ganz so einfach für die Arbeitgeber – anders gesagt: Geld scheint nicht alles zu sein. Nur 69 Prozent der Befragten stimmen der Aussage zu, dass sie mit ihrem Job zufrieden sind, wenn das Gehalt stimmt.
Diese Einschätzung verschärft sich bei den nachwachsenden Generationen. Die Umfrage bestätigt einen Trend, den Insider für die jüngere Arbeitskräfte, die so genannte Generation Y, die nach 1980 geboren wurde, schon seit einiger Zeit sagen: Der Nachwuchs ist extrem Wechselbereit. Bei der Einschätzung, dass ein nicht zufriedenstellendes Gehalt ein Grund sei, den Arbeitgeber zu wechseln, liegen sie deutlich über den Bevölkerungsdurchschnitt, in der Frage, ob ein Gehalt die Wertschätzung des Arbeitgebers ausdrücke, resp. wie wichtig das Gehalt für die Zufriedenheit ist, liegen Sie deutlich unter dem Bevölkerungsdurchschnitt. „Unternehmen, die die Generation Y auch zukünftig, langfristig halten wollen, müssen Perspektiven jenseits des Gehalts bieten“, kommentiert Katharina Höing, Projektmanagerin am IFH Köln, die Ergebnisse.
Bei der Frage, welche Kriterien für die Arbeitgeberwahl wichtig seien, ergibt sich für Absolventen folgendes Bild: Tätigkeit/Arbeitsinhalte, Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie Vergütung werden in der Wichtigkeit am höchsten eingestuft vor Wirtschaftskraft und Arbeitsplatzsicherheit, Arbeitsatmosphäre, Karriereperspektiven und weiteren Kriterien. Nach Häufigkeit der Nennung stehen Vergütung, Arbeitsatmosphäre und Karriereperspektiven vor Tätigkeit/Arbeitsinhalte, Vereinbarkeit von Beruf und Famile sowie Wirtschaftskraft und Arbeitsplatzsicherheit. Das IFH destilliert aus der Matrix Vergütung, Arbeitsatmosphäre und Tätigkeit/Arbeitsinhalte als wichtigste Kriterien für Absolventen mit Blick auf die Wahl eines Arbeitgebers.
Dieser Blog wurde verfasst von:
Raoul
Fischer
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