Peter Sticksel, Direktor Personal bei Haniel: 93 Prozent der italienischen Studenten brennen darauf, Karriere zu machen.
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Haniel
Ein Ländervergleich unter Studenten, der es in sich hat. Was unterscheidet Franzosen, Italiener und uns Deutsche? Was eint uns bei der Wahl des Arbeitgebers? Bei Letzterem vor allem eins: Europäische Studenten machen sich am liebsten selbst ein Bild von ihrem künftigen Arbeitgeber. Was Medien schreiben, hat deutlich weniger Relevanz. Betrachtet man die Karriere-Ambitionen im internationalen Vergleich, zeigen sich die Studenten höchst unterschiedlich motiviert: Italiener brennen geradezu darauf, Karriere zu machen, 93 Prozent ist das wichtig. Franzosen und Ungarn folgen. Weniger Ehrgeiz beweisen die jungen Deutschen: Lediglich zwei Drittel sind hierzulande karriereorientiert. Diese Insights fördert Haniel zu Tage. Die Industrie-Holding (u.a. Metro Group, Celesio) hat die Karriere-Ambitionen der Generation Y unter die Lupe genommen. Dazu wurden Daten von 925 europäischen Studenten der Wirtschafts- und Ingenieurwissenschaften ausgewertet.
60 Prozent, so die Autoren der Studie, lassen sich durch Praktika-Erfahrungen in der Wahl ihres Arbeitgebers beeinflussen, lediglich 29 Prozent sagen, dass die mediale Präsenz des Unternehmens eine Rolle spielt. „Studierende schauen heute mit realistischem, zunehmend auch kritischem Blick auf die Arbeitswelt“, sagt Peter Sticksel, Direktor Personal bei Haniel und Initiator der Untersuchung. „Umso wichtiger ist eine glaubwürdige Personalkommunikation, die nicht allein auf Hochglanz setzt, sondern ein authentisches Bild von dem Arbeitgeber zeichnet." Ein Arbeitgeber, so Sticksel, „der seine Versprechen auch halten kann.“
Mit 35 Prozent sind Praktika europaweit die meist gewählte Einstiegsvariante in den Beruf. Frankreich und Italien sind hier führend (Wirtschaftswissenschaftler: 58 und 53%), in Deutschland liegt der Wert bei 22%. „Diese Tendenz wird jedoch relativiert, wenn man berücksichtigt, dass Praktika an den französischen Hochschulen, den Grandes écoles, verpflichtend sind“, sagt Erik Bethkenhagen, Geschäftsführer von Kienbaum Communications. Jedenfalls zählen Freunde mehr als Schlagzeilen: Das soziale Umfeld und die dort vermittelten Einschätzungen und Images spielen eine weitaus wichtigere Rolle für die Karriere. 37 Prozent der Befragten werden von ihren Freunden beeinflusst, die eigene Familie prägt die Entscheidung über den Werdegang bei 35 Prozent der europäischen Studenten. Gerade in der Schweiz zählt der Rat, den Freunde geben.
Dieser Blog wurde verfasst von:
Thomas
Forster
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