Bertelsmann stellt sich vor: im Web und als App.
Foto: ©
Bertelsmann
Bertelsmann erleben. Das Unternehmen, die Sendungen, Bücher, Magazine und Marken des internationalen Konzerns auf einen Blick: Nichts weniger verspricht Bertelsmann den Usern der neuen App. Erhältlich ist sie für iPad und Android-Tablets in Deutsch und Englisch, sie wird regelmäßig aktualisiert. Alle Inhalte sind außerdem über die Website abrufbar. Wir haben uns für Sie ein wenig durchgeklickt und „getoucht“.
Ganz wichtig für’s Employer Branding: die Mitarbeiter-Porträts, ein Klassiker. Die Seite sieht ein wenig aus wie Pinterest. Absicht darf man dabei sicher unterstellen. Denn nicht nur Katarina Rathert, Produktmanager Social Media bei Gruner + Jahr und eine der Porträtierten, bekennt, sie habe keine Angst mehr, Facebook auch mal zu schließen – und sie liebe Pinterest. Selbst CEO Thomas Rabe ist hier zu finden, natürlich im Zentrum platziert. Muss er wohl auch, denn Bertelsmann „soll ein Ort werden, an dem Geschäftsideen und -innovationen Wirklichkeit werden“. Das verpflichtet, nicht zuletzt vor dem Hintergrund jüngster Schelte.
Google-Karte (Vorsicht, Leistungsschutz!), eine Verknüpfung zu Facebook und Twitter, Image-Video, die neuesten Tweets, automatisch geladen: Technologisch macht Bertelsmann alles richtig. Bunt und lebendig durch eine intuitive Auswahl wie bei Pinterest in der Mitte des Screens, strukturiert durch ein strenges Listing in der Navigation links, so wie sich der Konzern wahrscheinlich seine Kandidaten wünscht. Kreativ, aber bitte nicht zu sehr. „Unsere neue App dokumentiert und bündelt den immensen Reichtum an Marken, Produkten und Services“, sagt Karin Schlautmann, Leiterin der Unternehmenskommunikation. „Wir möchten dazu beitragen, Bertelsmann greifbarer zu machen, unsere Arbeit, unsere Standorte und unsere Mitarbeiter.“ Ein guter, ein richtiger Anspruch.
Und doch wirken die Seiten sehr clean, ein wenig zu perfekt. Sie zeigen die Stärke, aber gewissermaßen auch die Schwäche, die „kalte“ Seite des Riesen aus Gütersloh, trotz der Anhäufung von Szene-Bildern und Gesichtern. Vielleicht liegt es daran, dass man von einem Medienkonzern, der seine Mitarbeiter ins Netz stellt, noch etwas mehr erwartet als ein paar dürre Zeilen. Möglicherweise Blogs, mal ein Interview, in jedem Fall Clips zu Personen und Shows statt statischer Produktblätter. Ein Kessel Buntes eben. Oder, anders formuliert: Ein wenig mehr Emotion, bitte.
Dieser Blog wurde verfasst von:
Thomas
Forster
mehr zum Autor...