Erfahrene Projektmanager und künftige Führungskräfte bauen ein Lernzentrum in der Mongolei oder Kambodscha auf. Sie lernen dabei, was ein General Manager im internationalen Umfeld braucht – so haben die WHU und die Stiftung Bookbridge ihr neues Weiterbildungsangebot angelegt. Das „General Management Programm“ der beiden Partner bereitet Mitarbeiter der mittleren Führungsebene auf die Herausforderungen globaler Wachstumsmärkte vor.
„Praktische Projekte im interkulturellen Kontext umsetzen und das im Zusammenspiel mit lokalen Teams und Business-Partnern“, beschreibt Rebecca Winkelmann, Managing Director Executive Education an der WHU, den Schwerpunkt. Denn „heimische Spielregeln lassen sich eben nur bedingt auf Wachstumsmärkte und andere Kulturkreise übertragen, wie man an den Schwierigkeiten mancher deutscher Unternehmen beispielsweise in Indien sieht“, sagt Carsten Rübsaamen, Gründer von Bookbridge. Personalentwickler könnten ihre Schützlinge „in einem überschaubaren Rahmen berufsbegleitend fit machen für diese Herausforderungen“. Wertebewusstsein und Sinnhaftigkeit sollen durch die Sozialprojekte vermittelt werden. Studenten, besonders aus der Generation Y, so Winkelmann, würden zunehmend versuchen, Beruf und soziales Engagement zu verbinden. Das junge Unternehmen Bookbridge hat mit seinem unternehmerischen Sozial-Ansatz bereits einige mediale Aufmerksamkeit erhalten.
Den Anfang haben dabei Hilti, Kühne + Nagel und PWC gemacht, bevor das Programm (Kosten: 11.500 Euro, Dauer: 9 Monate) im September 2013 offiziell startet. Ein Markttest. Die Zahl der regulären Teilnehmer ist auf 30 begrenzt. Am Campus Düsseldorf stehen Strategie, Leadership und Innovation auf dem Stundenplan, praktische Erfahrung vor Ort sammeln die Teilnehmer mit dem mehrfach ausgezeichneten Sozial- und Bildungsunternehmen Bookbridge. Am Ende erhalten sie ein WHU-Zertifikat.
Interessierte gebe es bereits, wie WHU-Sprecher Peter Augustin betont: Man sei mit einem Rückversicherer im Gespräch, mit einem Automobilkonzern und einem Hersteller von Haushaltsgeräten, der lernen möchte, seine Produkte, sein Design und sein Marketing stärker an lokalen Märkten auszurichten. Allerdings sei noch kein Vertrag unterzeichnet.
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Thomas
Forster
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