Gerade erst haben wir vermeldet, dass die Deutsche Telekom bei der Talent-Community Careerloft eingestiegen ist, da berichtet Personalmarketingblog.de, dass der Telekommunikationsriese auch bei dem Wettbewerb YPD Challenge dabei ist. „YPD“ steht für „young, powerfull, dynamic“ und ist ein Online-Wettbewerb mit abschließendem Event-Finale. Vor vier Jahren in Österreich gestartet, ist die Challenge nun auch über die Grenze nach Deutschland geschwappt. Den Gewinnern winken Praktika bei großen Unternehmen wie Air Berlin, Audi, Danone, Edeka – oder jetzt eben auch der Telekom. Insights zur Abschluss-Veranstaltung gibt es auf dem Personalmarketingblog. Für uns ein Anlass uns mit dem Phänomen firmenübergreifender Talent Communities oder -Wettbewerbe zu beschäftigen. Und so haben wir den Berater und Blogger Lutz Altmann, Geschäftsführer von Humancaps Media zu dem Thema befragt.
Herr Altmann, früher haben Unternehmen ihre eigenen Talent-Communities aufgebaut, heute gibt es zunehmend übergreifende Netzwerke. Ist das ein neuer Trend?
Lutz Altmann: In Zeiten des „War for Talents“ ist das ein weiteres spannendes Angebot, gewissermaßen wie "Speed Dating", halt nur für die Unternehmen. Zudem brauchen Unternehmen neue Wege zu Schülern, Studenten und Absolventen, weil sie teilweise deren Sprache nicht mehr sprechen. Im Rahmen von Talent Communities finden sie dabei Multiplikatoren, die diesen Zugang vermitteln. Initiativen wie Careerloft oder YPD sind jetzt nur einige Beispiele. Aber sie zeigen, dass gerade die Arbeitgeber nun auch daraus viele Vorteile ziehen können.
Und die wären?
Altmann: Zum einen können sie Ressourcen sparen mit Blick auf die Organisation. Zum anderen ziehen solche übergreifenden Veranstaltungen mehr echte High-Potentials an, weil hier die Auswahl an potenziellen Arbeitgebern größer ist.
Wie eine Karrieremesse zum Beispiel …
Altmann: … ja schon, nur besser. Da insbesondere herausragende Bewerber gar nicht mehr unbedingt auf Karrieremessen gehen. Die wollen vor allem den direkten Draht zu wichtigen Leuten in einem Unternehmen und suchen den intensiven Austausch. Talent Communities sind eben ein besondere Angebote, die besondere Leute anziehen.
Klingt ziemlich elitär!
Altmann: Das ist es auch – und das ist ja auch nicht schlecht. Allerdings fehlt gerade zu Beginn solcher Talent Communities doch auch eine gesunde Mischung bei den Unternehmen. Das ist bisher ein Club großer Marken und Namen – ein paar größere Mittelständler und kleinere First Mover wären hier durchaus eine Bereicherung. Ein richtiger Ansatz – der allerdings auch auf regionaler Ebene für kleinere und mittlere Unternehmen umgesetzt werden könnte.
Dieser Blog wurde verfasst von:
Raoul
Fischer
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