Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist vor allem für nachfolgende Generationen sehr wichtig. Eine aktuelle Studie der Internet-Jobbörse Jobstairs zeigt: Bei den großen Unternehmen ist das Thema angekommen. Die Jobbörse hat die Personal-Verantwortlichen von 58 Unternehmen befragt, wie wichtig die Vereinbarkeit von Job und Familie in ihrer Personalarbeit ist. Bei 52 Prozent der Befragten gehört das sogar zu den Top-3-Themen, weitere 44 Prozent finden es wichtig und nur 4 Prozent finden das Thema weniger wichtig. Nun ist die Fallzahl dieser Befragung bei weitem zu gering um nur irgendwie Repräsentativität zu erreichen. Aber die Studie zeigt doch einige interessante Ergebnisse und liefert darüber hinaus interessante Aussagen Anregungen zu dem Thema.
Zum Beispiel, dass die Befragten – obschon sie das Thema zu 96 Prozent zumindest wichtig finden – im Personalmarketing sehr zurückhaltend mit Familienfreundlichkeit im Unternehmen umgehen. Nur 44 Prozent geben an, das Thema in Stellenanzeigen offensiv zu nutzen, knapp ein Drittel tut das jedoch nicht immer. Bei 28 Prozent der Befragten hängt die Frage, ob Familienfreundlichkeit aktiv genutzt wird, von der ausgeschriebenen Stelle ab. In Vorstellungsgesprächen spielt es vor allem dann eine Rolle, wenn es eine Kandidatin ist. Hier sagen 41,7 Prozent der Beefragten, dass das Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie eine Rolle spiele, bei Männern sei das nur bei 16,7 Prozent der Fall.
Die gängigsten Instrumente sind dabei Teilzeitarbeit und Arbeit im Home Office an Tele-Arbeitsplätzen. Neben flexiblen Arbeitszeiten sind aber auch Kinderbetreuungsmöglichkeiten oder Sonderurlaub zur Pflege kranker Familienmitglieder wichtige Instrumente. Die Maßnahmen werden vorwiegend von Frauen genutzt: 47 Prozent sagen, dass etwa 50 Prozent der Frauen im Unternehmen und mehr die Möglichkeiten aktiv nutzen, bei Männern seien dies lediglich 11,8 Prozent, bei denen die Rate in einem ähnlichen bereich liegt. Ein ähnliches Bild ergibt sich mit Blick auf Führungskräfte – wenngleich hier auch die Frauen eher selten angebotene Maßnahmen im Bereich Familien-Förderung nutzen.
Dieser Blog wurde verfasst von:
Raoul
Fischer
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