Die Personal Nord liegt zwar schon eine Weile zurück, aber dennoch möchte ich hier noch einmal eine Aktion aufgreifen, die für – sagen wir mal: Diskussionsstoff gesorgt hat. Das Rabatt-Glücksrad des Hamburger Abendblatts. Eigentlich ein netter Marketing-Gag: Das Glücksrad sorgt für Aufmerksamkeit und man kommt mit Kunden ins Gespräch, die sprichwörtlich ihr Glück versuchen können. Zudem hat das Hamburger Abendbaltt so vielleicht den ein oder anderen Neukunden gewonnen, der sonst am Stand vorbei gegangen wäre. Allerdings hat das Rabbatrad auch heftige Diskussionen ausgelöst: Davon geht ein falsches Signal aus“, sagen manche Marktbeobachter. Anzeigen, das wertvolle Produkt, das ein Print-Objekt vermarktet, werden zur Ramsch-Ware deklassiert: „Wie viel darf’s sein? 10 Prozent Rabatt, 30 Prozent oder 50 Prozent? Kein Problem, heute gibt’s nur für Sie die Anzeige billiger.“
Was für Aufmerksamkeit und Interesse potenzieller Kunden sorgt, leitet eine Spirale nach unten ein. „Rabbatitis“ ist eine Krankheit, die in manchen Mediengattungen einen ständigen Verfall der Preise nach sich zieht. Aber: Wenn uns etwas wichtig und wertvoll ist, geben wir doch gerne auch etwas mehr aus. Darum mein Vorschlag: Ein echtes Glücksrad. Darauf gäbe es dann ein oder zwei Anzeigen geschenkt. Aussage: Etwas so wertvolles kann man nicht rabattieren, aber verschenken. Und die anderen Felder beinhalten Aufschläge nach oben: plus 10 Prozent, plus 20 Prozent, etc. So tragen beide das Risiko, zu gewinnen oder zu verlieren: Publisher und Anzeigenkunde.
Sagen Sie uns Ihre Meinung: Wie bewerten Sie das Thema Rabatte in der Anzeigenvermarktung?
Dieser Blog wurde verfasst von:
Raoul
Fischer
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