Die Human-Cloud ist eines der neuen Buzz-Wörter des Internet-Zeitalters. Die Idee dahinter ist allerdings Pfiffig: Vermittlungs-Plattformen für Freelancer. Damit sind Unternehmen gemeint wie zum Beispiel Elance. Der Dienstleister vermittelt Mitarbeiter in den verschiedenen Bereichen auf Stunden- oder Projektbasis, bezahlt wird, wenn das Projekt oder der Auftrag abgearbeitet ist. Ein spannendes Thema jedenfalls, das wir demnächst nochmal ausführlicher aufgreifen werden. Nun geht es aber im Speziellen um eine Studie, die das eben erwähnte Unternehmen Elance angefertigt hat. Die Online-Plattform hat weltweit 1565 Unternehmen befragt, wie sie zu dem Thema stehen. Die Ergebnisse sind recht interessant:
68 Prozent der befragten Firmen wollen im zweiten Halbjahr 2012 Web-Entwickler über eine derartige Online-Plattform auf Projektbasis anheuern. Am zweithäufigsten gefragt sind Grafik- und Multimedia-Designer (58,7 Prozent), gefolgt von Textern (40 Prozent), Experten für SEM/SEO und Social Media (33,5 Prozent) und schließlich Mobile Developern (27,7 Prozent). Natürlich wäre es interessant zu wissen, welche Art von Unternehmen Elance befragt hat. Denn die folgenden Zahlen sind schon etwas frappierend: Rund ein Drittel der Befragten beschäftigen über 75 Prozent ihrer Mitarbeiter über derartige Online-Job-Plattformen. Bei 18,2 Prozent der Unternehmen liegt der Anteil zwischen 51 und 75 Prozent, und bei weiteren 15 Prozent zwischen 26 und 50 Prozent.
Die Gründe liegen dabei auf der Hand. Den Unternehmen bringt es sicher eine Kostenersparnis. Das bestätigt zumindest die Umfrage von Elance. 23,8 Prozent der Firmen vermelden Kostenersparnisse von über 75 Prozent, weitere 31 Prozent sparten zwischen 51 und 75 Prozent ein. Weitere Faktoren: schnellere Einstellungszeiten und die Möglichkeit an Talente heranzukommen, die vor Ort nicht greifbar sind. Aber: Sehr gute Web-Entwickler oder Mobile Developer stehen über ein solches System auch der Konkurrenz zur Verfügung, stellen also keinen Wettbewerbsvorteil dar. Unternehmen müssen sich auch hier zur Decke strecken. „Um sich als Arbeitgeber für externe Spezialisten attraktiv zu machen, sollte man ein breit gefächertes Spektrum an Projekten anbieten, um im Wettstreit um qualifizierte Fachkräfte zu gewinnen“, erklärt Kjetil Olsen, Europa-Chef bei Elance.
Immerhin scheinen die Unternehmen mit den online angeheuerten Mitarbeitern zufrieden zu sein – zumindest geben 39,6 Prozent an, dass die Mitarbeiter höher qualifiziert seien als Bewerber aus dem lokalen Umfeld, und nur 9,1 Prozent stufen die im Web gefundenen Zeitarbeiter in der Qualität niedriger ein als die lokale Konkurrenz.
Dieser Blog wurde verfasst von:
Raoul
Fischer
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