Was für eine verrückte Idee. Wer sich für einen IT-Job bei Antwerpes interessiert, kann seit August auf virtuelle Weise bei der Agentur reinschnuppern. Über Skype können sich interessierte Fachkräfte auf ein I-Pad „beamen“, das einem Roboter als Kopf dient. Der Roboter steht in der Agentur – und mit seiner Hilfe können die Interessenten sich in den Räumen bewegen, die Mitarbeiter kennenlernen und einfach live die Arbeitsatmosphäre erleben. Umgekehrt wird allerdings auch ein Schuh draus: Die Agentur lernt den Interessenten kennen und kann ihn schon einmal virtuell an Probearbeiten setzen. Echt spacig.
Die Idee kam von Agentur-Gründer Frank Antwerpes persönlich. Und das Ganze ist als Recruiting-Aktion gedacht: Robojob soll Barrieren abbauen und Nachwuchskräfte an die Agentur heran führen. „Qualifizierte Arbeitskräfte und Hochschulabsolventen im IT-Bereich möchten möglichst unkompliziert bei potenziellen Arbeitgebern reinschnuppern. Mit dem Robo Job bieten wir ihnen bei Antwerpes eine innovative und leicht umsetzbare Möglichkeit einer ersten Kontaktaufnahme“, erklärt Rouven Schäfer, Leiter Human Resources Management bei Antwerpes.
So können sich jetzt montags bis freitags zu bestimmten Zeiten Nachwuchs-IT’ler ein Bild von der Agentur machen. Das ganze funktioniert von zuhause aus, während sie auf dem Sofa liegen. Allerdings gibt es den Freischalt-Code für Skype erst, wenn man eine Aufgabe gelöst hat, eine wie: „Schreibe eine Funktion, die die Summe der ersten 42 Elemente der Fibonacci-Folge berechnet“. Ein Mini-Assessment offensichtlich, damit sich keine Fachfremden aufschalten, neugierige Journalisten zum Beispiel. Immerhin: Einige Interessenten haben sich so schon in die Agentur gebeamt. Leider beschränkt sich der Roboter bisher auf das I-Pad mit dem Gesicht: Das Gerät selber ist eine Kulisse und ist auf die Hilfe der Mitarbeiter angewiesen.
„Halb Mensch, halb I-Pad – ganz Programmierer: Robo-Job. Log Dich ein und Zeig uns, was Du drauf hast“, heißt es im Einführungs-Video auf der Antwerpes-Homepage. Nicht ganz up-to-date: Heute bewerben sich Unternehmen bei den Bewerbern und zeigen, was sie drauf haben.
Dieser Blog wurde verfasst von:
Raoul
Fischer
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