Bewerbungen übers Netz kann man inzwischen getrost als Standard bezeichnen. Das ergaben die „Staufenbiel JobTrends Deutschland 2012“, die Antworten aus 255 Unternehmen mit zusammen mehr als 4,7 Millionen Mitarbeitern zusammenfassen. Knapp drei Viertel der Unternehmen möchten mittlerweile Anschreiben und Lebenslauf per Mail. Mehr als die Hälfte schätzt Online-Bewerbungsformulare. Nur noch 52 Prozent wollen die Unterlagen per Post. Aber wie zu allen Zeiten möchten sich die Arbeitgeber umfassend informieren. Drei Viertel aller Befragten halten deshalb eine vollständige Bewerbungsmappe für ein Muss, egal über welchen Kanal. Nur 16 Prozent goutieren Kurzbewerbungen.
Wer es in die engere Auswahl geschafft hat, bekommt es meist mit der Fach- und Personalabteilung zu tun (81 Prozent). Mehr als die Hälfte der Personaler nutzt aber erst einmal Telefoninterviews (63). Jeweils ein Drittel setzt Assessment Center (34) oder Workshops (30) ein. Mit Fallstudien bekommt man es in 22 Prozent der Fälle zu tun. Persönlichkeitstests nutzt immerhin jedes siebte der befragten Unternehmen.
Galten Social Media vor einem Jahr noch als Trend, so haben sie sich jetzt als fester Bestandteil der Außenkommunikation etabliert. Sechs von zehn Unternehmen nutzen soziale Medien für ihr Employer Branding und ihre Stellenausschreibungen. Aber die Annahme, dass jeder Personaler routinemäßig das Netz absucht, lässt sich bei dieser Befragung nicht halten. Nur etwa jedes zehnte Unternehmen überprüft die Bewerber bei Xing, Facebook und anderen Kanälen. Diese beiden Netzwerke belegen übrigens weiterhin die beiden vorderen Plätze bei den beliebtesten Diensten. LinkedIn aber gelang ein Kunststück. Nur kurze nach dem deutschen Markteintritt verdrängte es Twitter von Platz drei.
Dieser Blog wurde verfasst von:
Dorothee
Rothfuß
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