Interessanter Start der Social Media Recruiting Conference, die heute und am Donnerstag in Wien stattfindet. Initiator ist das Hamburger Unternehmen Atenta, Betreiber des Blogs http://www.wollmilchsau.de. Volle Stuhlreihen, die Konferenz ist restlos ausgebucht.
Die Grundproblematik fuer die Personalbeschaffung ist bekannt: Auf Platz eins rangiert laut ICR Social Media Recruiting Report 2011 der Fachkräftemangel (72 Prozent), aber auch Standort (36 Prozent) und Arbeitgeberimage (30 Prozent) stehen auf der Agenda. In Wien referieren Manager wie Stefan Schmidt-Grell, Director Product Marketing bei Xing, Susanne Hagen, Sourcing Manager bei Philips Deutschland, oder Robindro Ullah, Leiter Zusatz Services bei der Deutschen Bahn.
Zu Beginn wies Ralf Tometschek, Geschäftsfuehrer der Agentur Identitaeter, auf einige Basics hin. So sollte die Social Media-Strategie auf der Markenstrategie aufbauen. So weit, so bekannt. Interessant ist der Zugang über Storytelling-Interviews mit Mitarbeitern, die Episoden und Essenzen aus der Unternehmensgeschichte herausarbeiten. Zum Beispiel praktiziert bei dem Identitäter-Kunden Prisma Kreditversicherung, einem Unternehmen aus Österreich. Prisma trat gegen den einstigen Monopolisten an und wollte mit betont partnerschaftlichen Werten die Nummer eins im Segment werden. Was auch gelang. Ein weiterer Kunde, der Energieversorger Salzburg AG, erarbeitet derzeit eine Kampagne. Claim: "Salzburgs vielseitigster Arbeitgeber. Mehr voran bringen - für Salzburg und für mich."
Ulrike Roese-Maier, Chefin der Media Consult Maier und Partner, verwies auf die zehn goldenen Regeln für erfolgreiches Social Media Recruiting von Ron Gosdeck (Unisys):
- Sprechen Sie nicht nur über ihr Unternehmen
- Konversation ist der Schlüssel zum Erfolg
- Stimmen Sie Ihre Arbeitgebermarke mit Ihrer Produktmarke ab
- Holen Sie die Zielgruppe da ab, wo sie ist
- Denken Sie daran, dass Social Recruiting noch in der Entwicklungsphase steckt
- Schulen Sie Ihr Team anhand von Best Practice-Beispielen
- Beziehen Sie das Management mit ein
- Seien Sie sich der Risiken bewusst
- Verwenden Sie Videos, aber übertreiben Sie es nicht
- Fangen Sie erst einmal klein an und bauen Sie Ihre Präsenz nach und nach aus.
Susanne Hagen von Philips führte aus, warum Sourcing aus ihrer Sicht sinnvoll ist:
- Die Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften ist höher als das Angebot
- Die Besetzungszeit ist erfolgskritisch für den Unternehmenserfolg
- Aufbau von Knowhow im Recruitment
- Hohe Kosten bei hohem Bewerberaufkommen: reale Kosten, aber auch Vertrauensverlust.
Dieser Blog wurde verfasst von:
Thomas
Forster
mehr zum Autor...