HR BarCamp: Am 21. und 22. Februar steht die „Innovative Personalarbeit in den Zeiten von Social Media und Fachkräftemangel“ im Fokus.
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HR BarCamp
Wie informiert und routiniert sind Personalmarketing-Spezialisten beim Umgang mit sozialen Medien? Mancherorts sind die Vorbehalte gegenüber Facebook & Co noch immer groß: Erreiche ich dort überhaupt meine Zielgruppe? Wollen Kandidaten über Facebook kontaktiert werden? Eignen sich Xing und Linkedin eher für Professionals oder auch für Absolventen? Um Antworten auf diese und weitere Fragen zu finden, organisieren Christoph Athanas (meta HR Unternehmensberatung) und Jannis Tsalikis (MSL Germany) ein BarCamp für Personaler, das am 21. und 22. Februar in Berlin stattfindet.
Wie es diesem speziellen Eventformat entspricht, werden die genauen Inhalte vor Ort von den Teilnehmern selbst vorgeschlagen. Anschließend präsentieren die Veranstalter jene Themen, die auf das größte Interesse seitens der BarCamp-Besucher stoßen. Der Fokus liegt jedenfalls auf dem Großthema „Innovative Personalarbeit in den Zeiten von Social Media und Fachkräftemangel“ - und bietet so sicherlich genügend Raum für Erfahrungsberichte, Nachfragen und kritische Diskussionen. Dabei geht es grob um Collaboration und Teamarbeit mit Web 2.0-Tools, den Einsatz sozialer Software, Social Media Recruiting und Personalentwicklung. "Ein Schwerpunkt ist sicherlich Kommunikation und Content, getrieben von den neuen technischen Möglichkeiten", so Tsalikis. Die Veranstalter rechnen mit rund 140 Teilnehmern. HRMarketingBlog hat mit Jannis Tsalikis über Personalarbeit mit Social Media und natürlich über seine Veranstaltung gesprochen.
Herr Tsalikis, wie informiert sind Personaler und Personalmarketing-Experten beim Thema Social Media?
Jannis Tsalikis: Mittlerweile haben die HR-Experten ihre Schockstarre überwunden, Social Media wird als ein brennendes Thema wahrgenommen. Die meisten sind über die grundlegenden Mechanismen informiert. Gleichwohl gibt es größere Bereiche, etwa im Mittelstand, die sich noch nicht ausreichend darauf eingestellt haben.
Rechnen Sie bei Ihrem BarCamp eher mit routinierten HR-Spezialisten oder mit solchen, die vor den ersten Schritten in Social Media stehen?
Tsalikis: Das Spektrum wird sicherlich sehr breit sein. Meinem Gefühl nach würde ich sagen: Ein Drittel fallen unter das Label Fast Foreward, etwa Dax-Unternehmen oder Mittelständler, für die Social Media in den vergangenen Jahren selbstverständlich geworden ist. Ein weiteres Drittel kennt sich schon ganz gut aus in diesem Themenfeld, hat aber noch nicht wirklich viele Projekte umgesetzt. Der Rest hat eine mehr oder weniger ernsthafte Baustelle auf diesem Feld.
Welche Trends machen Sie in der aktuellen Diskussion unter Personalmarketern aus?
Tsalikis: Aktuell geht der Diskussionsstand stark in Richtung Content, also entlang der Frage: Welche Inhalte kann ich in den sozialen Netzen verbreiten und mit welcher Posting-Frequenz? Dabei spielen auch technische Aspekte eine Rolle, etwa SEO/SEM, oder die Zusammenstellung des richtigen Mediamix für die Zielgruppe. Das alles ist nicht trivial.
Wie stellt sich Ihr Unternehmen, MSL Germany, auf diesen Wandel ein?
Tsalikis: Über unsere Karriereseiten sind wir vielfältig erreichbar: via Skype, Chat oder meinen Xing-Account. In unserem Young Talent Blog finden Interessierte junge, frische, sympathische Posts - ein kleiner Ausschnitt aus dem, wie sich MSL Germany präsentiert.
Nun zählt Kommunikation ja zum Kerngeschäft einer Agentur. Ist Social Media denn für alle Branchen gleichermaßen geeignet?
Tsalikis: Eine sehr schwierige Frage. Social Media nicht mitzudenken, wäre falsch - man kann zu mindest seine Marke sichtbar machen. Viele Kandidaten nutzen klassische und soziale Medien auch parallel. Für jedes Unternehmen kann Social Media relevant sein. Sie sind aber nicht immer spielentscheidend.