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Prospective Media Services
Die Bedeutung von Social Media in der Stellensuche und Ausschreibung hat zwar zugenommen, ist aber bei den Arbeitnehmern in der Schweiz deutlich verhaltener als bei den Arbeitgebern. Während sie bei letzteren seit 2010 kontinuierlich ansteigt, stagniert sie bei den Stellensuchenden der Eidgenossenschaft auf niedrigem Niveau hinter Online-Stellenbörsen, Print und der Firmen-Website. Während bei Arbeitnehmern 2011 Xing noch deutlich mit 72 Prozent die Social-Media-Rangliste anführte, ist inzwischen Facebook mit 53 Prozent der Spitzenreiter, gefolgt von Xing, Linked-in und Twitter. Der vierte Trendreport von Prospective Media Services zeigt, dass dagegen bei den Arbeitgebern Xing mit 80 Prozent noch eindeutig vorne liegt, gefolgt von Facebook (50 Prozent), Linked-in (30 Prozent) und Twitter (20 Prozent). Für die Arbeitsmarktstudie Online-Recruiting Schweiz 2012 hat Prospective Media Services 1206 Arbeitnehmer online befragt und 273 Arbeitgeber und Recruiter per Fragebogen, der der Zeitschrift HR Today beigelegt war.
Die Arbeitnehmer in der Schweiz erschließen sich langsam aber sicher das Social Web. Jeder vierte ist bereits „Fan“ eines Unternehmens, jeder fünfte der Befragten hat schon einmal ein Job-Angebot entdeckt, dass ein Freund auf Twitter oder Facebook geteilt hat. Interessant: In der Deutschschweiz wurden immerhin schon 12 Prozent der Arbeitnehmer über Social Media von einem Recruiter angesprochen, während nur 6 Prozent dasselbe auf einer CV-Datenbank erlebt haben. In der Westschweiz ist dieses Verhältnis allerdings umgekehrt: Dort wurden wesentlich mehr Arbeitnehmer (18 Prozent) auf einer CV-Datenbank angesprochen als in Social Media (5 Prozent).
Ein Trend der auch in Deutschland gilt: Viele Unternehmen sind im Blindflug im Social Web unterwegs. 51 Prozent haben laut dieser Arbeitsmarktstudie keine Social-Media-Guidelines, immerhin planen 15 Prozent wenigstens deren Einführung. Nur 54 Prozent der Unternehmen betreiben Web-Monitoring. Dabei wäre das wichtig, denn 14 Prozent der befragten Arbeitnehmer sind bei der Suche nach Infos zu einem Arbeitgeber schon einmal auf negative Einträge gestoßen. Umgekehrt geht es genauso. 18 Prozent der Arbeitnehmer wurden in einem Bewerbungsgespräch auf Online-Aktivitäten angesprochen. 84 Prozent achten gezielt auf ihre Online-Reputation: Sie publizieren möglichst wenig (54 Prozent) bzw. haben die Privacy-Einstellungen im Griff (46 Prozent). 8 Prozent haben sogar schon einmal deswegen ein Social Network-Profil gelöscht.
Dieser Blog wurde verfasst von:
Raoul
Fischer
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