Trends praxistauglich vermitteln – das hat sich das Zukunftsinstitut in Kelkheim auf die Fahnen geschrieben. In der Reihe Futureworks bietet es Bausteine, die Kunden die Möglichkeit geben, selber ihre Trends zu entwickeln und Erkenntnisse aus der Trendforschung in ihrer Arbeit umzusetzen. Herausgekommen ist dabei auch ein Spiel: Job-Poker. Aber keine Sorge: Hier wird nicht um den Job gepokert. Vielmehr handelt es sich um ein Spiel, das kreative Kräfte freisetzen soll, das es Teams erleichtern soll, eigene Denkgewohnheiten zu verlassen und kreativ neue Ansätze zu finden. „Workbox zur Steigerung der Innovationskultur“ heißt es auf der Webseite futureworks.eu. Hintergrund des Spiels sind die Veränderungen unserer Arbeitswelt, der Megatrend „New Work“. „Wir vollziehen in großen Schritten den Wandel hin zu einer kreativen Ökonomie. In dieser kommt es in nahezu allen Branchen darauf an, neue Sichtweisen und Gedanken zuzulassen“, sagt Christiane Friedemann, Geschäftsführerin des Zukunftsinstituts Kelkheim, die das Spiel entwickelt hat.
Und wie wird jetzt gespielt? Zwei bis fünf Spieler können daran teilnehmen. Ein Spieler muss dabei die Rolle des Dealers übernehmen, der Karten mischt und ausgibt. Zu Beginn erhält jeder Spieler je eine Karte aus den Bereichen Position, Bereich und Funktion. Die werden erst auf Kommando umgedeckt – und dann muss jeder seinen neuen Jobtitel nennen. Heraus kommen dabei Bezeichnungen wie „Corporate Destruction Developer“ oder „Senior Biography Therapist“. Und jetzt nimmt alles seinen Lauf: Die Spieler müssen sich bei Ihrer Firma bewerben, sich in einem Quick Check über Ziele und Qualitäten ihres neuen Jobs klar werden, ein Assessment-Center durchlaufen und sich und ihren Job vorstellen. Am Ende wird auf einem Spielbrett mithilfe von Chips von allen Mitspielern bewertet, was das unternehmen am dringendsten braucht.
Durch die schrägen Jobzusammensetzungen animiert das Spiel dazu, sich aus einer neuen Perspektive dazu Gedanken zu machen, was ein Unternehmen, eine Abteilung oder eine Projektgruppe braucht. Die Resultate sollen am Ende in die Arbeit des Unternehmens umgesetzt werden. Zwei Dinge sollten damit jedenfalls erreicht werden: Erstens kreative Prozesse in Gang zu setzen, und die Sache zweitens so zu gestalten, „dass sie Spaß macht“, wie Christiane Friedemann sagt. Allerdings ist auch dieser Spaß nicht kostenlos: Job-Poker kostet 90 Euro.
Dieser Blog wurde verfasst von:
Raoul
Fischer
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