Stricken taucht wieder aus der Versenkung auf. Warum nicht auch das eigene Büro gemütlich machen, dachten sich die Kreativen der Dortmunder Gestaltmanufaktur. Sie wollverschönerten nicht nur den Eingangs-Türgriff ihrer Agentur für Unternehmensmedien, sondern auch Blumenkübel, Computer, Ordner, Telefone, Kaffeetassen und Kugelschreiber. Dann wurde daraus ein Laune machender Clip (Umsetzung: Benito Barajas) gedreht und nebst Strickliesel an die Kunden der Agentur verschickt.
Office Kniting nennt Agenturgründer Armin Hingst diese Idee. Er nimmt damit das Urban Knitting auf die Schippe, diese neue Streetart, die Gegenstände im öffentlichen Raum durch Stricken verändert. Das zehnköpfige Team der Gestaltmanufaktur will damit – nicht ganz ernst gemeint - zeigen, was sich am Arbeitsplatz mit den aus Wollfäden gestrickten Schnüren so alles zum Schöneren verändern lässt. Schließlich, so der Geschäftsführer, sei das ökonomische Leben hart und kühl genug. „Es gibt genug Parallelen zwischen Stricken und Arbeiten“, findet Hingst. Normalerweise „stricken“ er und seine Mitarbeiter vor allem an Unternehmensliteratur und Geschäftsberichten.
Das Feedback der Kunden auf die fingerfertigen Dortmunder und ihre hübschen Büroprodukte war gut. Viele fühlten sich an ihre Kindheit erinnert und drückten die Strickliesel gleich dem eigenen Nachwuchs in die Hand. „Bei Ihnen möchte ich gerne arbeiten“, hieß in einer Dankes-Email, „es geht so ruhig und entspannt zu, alle sind mit soviel Freude dabei.“ Wenn das mal keine bestrickenden Büro-Aussichten sind.
Dieser Blog wurde verfasst von:
Dorothee
Rothfuß
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