Deutscher Mediapreis 2010: Media-Persönlichkeit des Jahres

Florian Haller: Der Flottenchef sorgt für Bewegung

Mediapersönlichkeit Media-Persönlichkeit 2010, Florian Haller, Jahrgang 1967, arbeitete nach dem Studium bei Lintas, New York, danach fünf Jahre bei P&G. 1996 stieg er als Geschäftsführer der Dritten Werbeagentur bei Serviceplan ein, 2002 wurde er Geschäftsführer der Holding und im gleichen Jahr Hauptgeschäftsführer der Serviceplan-Gruppe.

Mit seinem interdisziplinären Denken prägt die Media-Persönlichkeit 2010, Florian Haller, nicht nur die Geschicke seiner Serviceplan-Gruppe, sondern gibt der gesamten Werbebranche wichtige Impulse.

Wie ist es um eine Agentur bestellt, wenn der Chef statt mit dem noblen Dienstwagen mit einem alten Jacques-Tati-Fahrrad zur Arbeit fährt, ins "Haus der Kommunikation" in der Münchner Brienner Straße? Eine Arbeitsstätte, die schon in der Tiefgarage unübersehbar die Handschrift des Kunstliebhabers Haller trägt. Der eine oder andere Konkurrent erlaubt sich mitunter den Spaß zu fragen, inwieweit Hallers Fortbewegungsmittel mit der Lage bei Serviceplan zusammenhänge. Da steht Florian Haller drüber, mit einer soliden Erfolgsbilanz im Rücken.


Vielmehr ist gerade das Rad (manchmal sind es auch die Joggingschuhe, mit denen er im Englischen Garten seine Runden zieht, oder die Harley, mit der er durch die Alpen kreuzt) mit ein Ausdruck von Hallers Wille, die Dinge - und sich selbst - zu bewegen, voranzutreiben.

Mediapersönlichkeit Martin Krapf, Media-Persönlichkeit 2009 und Geschäftsführer IP Deutschland, hielt bei der Verleihung des Deutschen Mediapreis die Laudatio auf Florian Haller.

Vor zehn Jahren wurde Florian Haller Geschäftsführer der Serviceplan-Holding. 2002 hat Florian Haller von Vater Peter Haller die Hauptgeschäftsführung übernommen. Hier sieht er sich nicht als Kapitän auf einem Dickschiff, sondern als Chef einer Fregattenflotte, als Primus inter Pares, der den Kurs vorgibt, aber seinen Partnern das Kommando auf der Brücke überlässt. Ob Haller, gern auch als "Hugh Grant der Branche" bezeichnet, tatsächlich wie im Film ein "Chef zum Verlieben" ist, müssen seine Mitarbeiter beantworten. Die Jury des Deutschen Mediapreises war sich dagegen in etwas anderem einig: Gerade durch sein interdisziplinäres Denken habe Haller wesentlich zur guten Entwicklung der Agenturgruppe beigetragen. Seine visionäre Anschauung, die Leistungen als Mediastratege, die sich in der Agenturbilanz einerseits und in diversen Auszeichnungen andererseits zeigen, seien vorbildlich. Das Jury-Voting war schließlich einstimmig: Florian Haller ist die Mediapersönlichkeit 2010.






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25./26.05.2011 München

Das Jahr 2010 ging für das Internet wieder mit einem neuen Rekord zu Ende: Über fünf Milliarden Euro investierten die Werbungtreibenden ins Netz, so viel wie noch nie zuvor.