| | von Petra Schwegler

Berlin zieht Start-ups an - aber das dicke Online-Geschäft läuft anderswo

Magnet für Start-Ups: Die Internet-Branche in Berlin darf sich Hoffnungen auf noch mehr Subventionen machen. Die neue Wirtschaftssenatorin Sybille von Obernitz hat kürzlich in der Wirtschaftspresse verkündet, dass sie mit dem "Innovationsassistenten“ jungen Unternehmen stärker unter die Arme greifen will – die Region brauche dringend industrielle Arbeitsplätze, so das Argument gegenüber der "FTD“. Mit dem erwähnten Instrument will die Politikerin gezielt jene Unternehmen unterstützen, die neu am Markt sind, aber für ihr Wachstum Hochschulabsolventen benötigen, diese aber noch nicht bezahlen könnten.

In Frage kommt für den "Innovationsassistenten“ laut Sybille von Obernitz vor allem die "sehr erfolgreiche Internetbranche“. Ihr Konzept: Bis zu 20.000 Euro je Stelle will Berlin beispielweise Start-ups zuschießen. Das dürfen dann aber nur maximal 50 Prozent des ursprünglichen Jahresgehalts sein. Die Beihilfe ist auf ein Jahr befristet und wird laut „FTD“ in diesem Jahr an 140 Firmen in der Hauptstadt bezahlt. Motto der Wirtschaftssenatorin: "Wir fördern Brain statt teurer Kugelschreiber.“ Mit der gezielten Förderung will die Politiker die bisherige Subventionsmentalität Berlins abschaffen – Gelder nach dem Gießkannenprinzip auszuschütten.

Doch hat Berlin einen Zuschuss überhaupt nötig, um in Sachen Internet und Digitalgeschäft noch kreativer zu werden? Eine Umfrage unter Online-Unternehmern zeigt, dass schon allein der Standort für viele attraktiv ist, weil sich dort diverse Online-Firmen bereits angesiedelt haben, ein Austausch stattfindet – und das alles zu bezahlbaren Preisen (im Vergleich zu Metropolen wie Hamburg, München, Düsseldorf oder Frankfurt). Einige der Befragten brechen ganz klar die Lanze für andere Digitalstandorte. Argument: Mag sein, dass Berlin junge Kreative anzieht - das dicke Online-Geschäft läuft anderswo.

Lesen Sie selbst und blättern Sie durch unsere Bildergalerie.

Berlin zieht Start-ups an - aber das dicke Online-Geschäft läuft anderswo

Artikel bewerten

Vielen Dank, Ihre Bewertung wurde registriert!

Sie können leider nur einmal pro Seite bewerten.

Ihre Bewertung wurde geändert, vielen Dank!

Leserkommentar

Wir freuen uns über Ihre Kommentare.

* Pflichtfeld
** Pflichtfeld, wird nicht veröffentlicht