| | von Uli Busch

Groupon-Konkurrent Biodeals: "Wer uns haben will, darf tiefer in die Tasche greifen"

Auf Biodeals.de finden Nutzer Produkte aus den Bereichen Bio, Fairtrade und Energiesparen zu Rabattpreisen. Das Portal funktioniert wie Groupon - über sogenannte tagesaktuelle Deals. Wen Biodeals mit seinen Angeboten erreichen will und wo im Markt sich die Plattform sieht, erklärte Geschäftsführer Gero Gode im Gespräch mit W&V Online.

Herr Gode, beim Stichwort Rabatt-Portale denkt jeder zuerst an das Erfolgsbeispiel Groupon. Wie sieht denn die Konkurrenzsituation am deutschen Markt aus?

Grundsätzlich ist der Markt mittlerweile schon ziemlich diversifiziert, da ja jeder kleine lokale Verlag versucht, in den Markt reinzukommen. Klare Marktführer in Deutschland sind natürlich Groupon und Dailydeal. Profitabel sind aber, soweit ich weiß, nur wir und Promozebra.de. Alle weiteren Plattformen würde ich vernachlässigen, da sie es nicht hinkriegen, ein ansprechendes Design aufzubauen und mit der entsprechenden Leidenschaft dabei zu sein.

Sie vergleichen Biodeals mit Groupon - zielen Sie mit Deals zu Bioprodukten aber nicht auf eine viel spitzere Zielgruppe, die Lohas, ab?

Unsere Hauptkäufergruppe ist schon zwischen 25 und 45 Jahren alt und weiblich. Eigentlich sind aber Männer wesentlich Rabatt-affiner als Frauen. Wir wollen mit unseren Deals aber alle ansprechen, weil wir glauben, dass es zu jedem Produkt auch eine nachhaltige Alternative gibt. Jeder soll die Möglichkeit haben, grüne Produkte zu einem vernünftigen Preis zu testen.

Groupon kriegt immer wieder Übernahmeangebote vorgelegt, bisher ohne Erfolg. Wie sieht es bei Ihnen aus?

Wir haben von mehreren großen Medienunternehmen Angebote, zu denen wir aber nicht verkaufen wollen. Wir haben noch eine Menge mehr mit der grünen Linie vor als nur diese Deals-Geschichte und wollen in allen Kanälen wirken. Wer das haben will, darf gerne ein bisschen tiefer in die Tasche greifen.

Wie bewerben Sie denn Biodeals.de bisher?

Das läuft fast zu 100 Prozent über Kooperationen. Wir sind gerade dabei uns mit der Lohas-Community Utopia.de zusammenzuschließen. Es wird dann Utopia-Deals powered bei Biodeals geben. Zudem wird jedes Produkt bei uns künftig Utopia-zertifiziert sein.

Sind grüne Deals eine deutsche Sache oder bietet sich hier auch eine internationale Expansion an?

In Deutschland ist das natürlich gerade ein absolutes In-Thema, wir haben hier über hundert Partner in einem Jahr gewonnen. Wir sind aber auch schon in Österreich und Kanada mit der Marke Greener-Deals vertreten. Auch andere Länder haben ein großes Potenzial, etwa Dänemark, wo der Umsatz mit grünen Produkten viermal so hoch wie hierzulande ist.

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