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Instagram führt in den kommenden Wochen einige Änderungen für Werbungtreibende ein.
Instagram führt in den kommenden Wochen einige Änderungen für Werbungtreibende ein. © Foto:Instagram

Werbevermarktung | | von Ulrike App

Instagram führt Business-Profile für Marken ein

Instagram führt in den kommenden Monaten einige Änderungen für Werbungtreibende ein - und dabei lernt die Facebook-Tochter von der Konzernmutter. So bekommen Unternehmen bald eigene Business-Profile, die sich optisch von den Auftritten der normalen Nutzer unterscheiden (das Facebook-Äquivalent: Brand Pages), das bestätigt ein Instagram-Sprecher gegenüber W&V. Genaue Details zur Anmutung gibt das Unternehmen jedoch noch nicht bekannt.

Die Plattform will außerdem den Marken helfen, noch besser den Erfolg ihrer Inhalte zu kontrollieren - das wird bisher für geschaltete Anzeigen gewährleistet. Zukünftig sollen Werbungtreibenden aber auch bei organisch verbreiteten Content nachvollziehen können, wie viele Menschen sie damit tatsächlich erreichen.

Zusätzlich werden Kunden bald Anzeigen direkt über die Instagram-App erstellen und buchen können. Bisher müssen sie das im Facebook-Werbemanager, im Power Editor oder über die API erledigen.

Die starke Annäherung von Instagram und Facebook soll es Unternehmen noch einfacher machen, auf beiden Plattformen zu werben. Facebook-COO Sheryl Sandberg hatte im Januar 2016 verraten, dass 98 der hundert wichtigsten Facebook-Werbungtreibenden auch bei dem Fotodienst einen Teil ihres Budgets lassen. Weltweit zählt das soziale Netzwerk aktuell drei Millionen Marken, die Geld für Anzeigen oder Videoclips auf Facebook ausgeben. 

Instagram kommt laut eigenen Angaben mittlerweile auf insgesamt 200.000 Werbekunden. Im Januar 2016 hat Instagram-COO Marne Levine verkündet, dass ihre Plattform in Deutschland inzwischen neun Millionen Nutzer hat, rund um den Globus sind es etwa 400 Millionen Mitglieder

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Instagram führt Business-Profile für Marken ein

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Instagram führt Business Profile für Deutschland ein

von Anja Janotta

Instagram öffnet seine Pforten verstärkt für werbungtreibende Unternehmen. Nun können sie auch in Deutschland und Europa ein Business-Profil anlegen und auf Instagram Werbung treiben. Die Instagram Business Profile - gestartet im Juni in den USA - sind mit mehreren zusätzlichen Funktionen gegenüber den regulären Accounts ausgestattet.  Vor allem die Kontakt- und Statistikmöglichkeiten wurden aufgemöbelt - laut Instagram in enger Abstimmung mit den Kundenwünschen aus dem US-Markt.

Der "Kontakt-Button" zum Beispiel soll vor allem die Kommunikation zwischen dem Werbungtreibenden und seinen Kunden vereinfachen. Per E-Mail oder Telefonanruf können die Interessenten direkt in Kontakt treten und müssen keinen Umweg mehr über die Kommentarfunktion nehmen. Darüber hinaus hat Instagram weitere Unterfunktionen eingebaut, über die die Geschäftsadresse und weitere Brancheninformationen direkt mit dem Profil verlinkt sind. Die Daten dazu werden direkt aus Facebook importiert.

Desweiteren sollen die Unternehmen ihre Fans genauer durchleuchten können. Per Handy können sie in ihren Statistikfunktionen mehr Infos zu Demografie, Reichweite, Impressionen und weitere Follower-Statistiken erhalten, um so ihre Werbebotschaften zielgruppengenauer zuschneiden zu können.

Die Reichweite einzelner beliebter Posts können per "Herausheben"-Funktion stärker promotet werden, indem sie in eine bezahlte Anzeige umgewandelt werden - ähnlich nach dem Vorbild von Facebooks Hervorheben-Funktion. Per "Call to Action"-Button können die Kunden dann direkt in Kontakt mit dem Unternehmen treten.Instagram hatte im Februar erstmals Zahlen enthüllt, wie viele Werbekunden bereits ein Profil angelegt haben: 200.000 hatten sich zu diesem Zeitpunkt dort angemeldet. Erst fünf Monate zuvor war Instagram in die Werbevermarktung eingestiegen. Mittlerweile ist daraus ein starker Arm geworden, wie Amy Cole, Head of Brand Development EMEA, betont. Kleine und mittelständische Unternehmen bildeten die Mehrheit der Werbekunden, sagt sie. "Gerade kleinere Unternehmen gehören zu den kreativsten und innovativsten unserer Community."

von Anja Janotta - Kommentare Kommentar schreiben