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Internet-Agenturen wachsen stark

Das Website- und Portalgeschäft hat 2007 einen wahren Boom erlebt. Die deutsche Wirtschaft investierte massiv in interaktive Anwendungen: Die 230 Internet-Dienstleister, die sich am "New Media Service Ranking" von W&V in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband Digitale Wirtschaft, "Hightext iBusiness" und "Horizont" beteiligt haben, profitierten davon unmittelbar. Sie kamen auf einen Honorarumsatz von insgesamt 632,6 Millionen Euro. Damit sind sie um durchschnittlich 19 Prozent gewachsen. Die gute Zuwachsrate aus dem Vorjahr (damals waren es 15,9 Prozent) wurde damit noch um mehr als drei Prozentpunkte übertroffen.
An der Spitze des Rankings steht unverändert und zum sechsten Mal in Folge die Telekom-Tochter T-Systems Multimedia Solutions, Dresden. Doch dahinter ist die Top Ten in Bewegung geraten. Auf Platz zwei ist nun Pixelpark vorgerückt. Durch Zukäufe von IT- und Interaktiv-Agenturen wie Xplain und Elephant Seven steigerte Pixelpark zwar stetig den Umsatz, doch auf dem Börsenparkett enttäuschten die Berliner ihre Aktionäre. Die letztjährige Nummer zwei, Sapient, wird in diesem Jahr nicht mehr gelistet, da die Aufteilung der Umsätze bei der auf IT-Themen spezialisierten Unternehmensberatung nicht mehr den Leistungskatalogkriterien für die Ranking-Teilnahme entsprach.
Einen großen Sprung nach vorn machte die Münchner Agentur Plan.Net. Die Serviceplan-Tochter legte um stolze 57 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu. Entscheidend für das Wachstum war eine Vielzahl von Neukundengewinnen – wie Media-Markt, Axel Springer oder T-Online, die ihr Portalgeschäft ausgebaut haben. Eine weitere Überraschung: Mit Euroweb Internet hat es ein Newcomer bei seiner allerersten Meldung gleich auf Platz sieben geschafft. Die Düsseldorfer unter der Führung von Agenturchef Christoph Preuß demonstrierten dabei, dass man auch mit "Kleinvieh" viel Umsatz machen kann (13,6 Millionen Euro). Über ihre mehr als 20 Vertriebsrepräsentanzen verkauft die Agentur Einzel- und Komplettlösungen an kleinere Unternehmen zu Standardpreisen. Eine Internet-Präsenz mit neun Seiten gibt es beispielsweise für 5800 Euro.
Der große Ranking-Verlierer heißt dieses Jahr I-D Media. Die Berliner stürzten nach einem katastrophalen Geschäftsjahr von Platz vier auf Rang elf ab. Der Verlust des Großkunden Telekom hat große Lücken in den Haushalt gerissen. Als Konsequenz daraus hat sich die Agentur vorgenommen, von einer "Monokultur mit nur zwei Großkunden" auf ein gesund strukturiertes Kundenportfolio zu wechseln. Ebenfalls erwähnenswert: Große wie kleine Häuser profitierten gleichermaßen vom Wachstum. Auch Agenturen, die für kreatives und hochwertiges Design stehen, sind weiter auf dem Vormarsch. Sowohl Neue Digitale als auch Scholz & Volkmer klettern Jahr für Jahr im Ranking nach oben.
Die Top50-Agenturen sehen Sie hier.

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