Bruno Gmünder Verlag | | von Frank Zimmer

Kampf gegen Kreuz.net: Spenden für noch mehr Kopfgeld

Im Kampf gegen die anonymen Macher von Kreuz.net soll das Kopfgeld erhöht werden. Jetzt gibt es auch ein Spendenkonto, um die Hintermänner des fundamentalistischen Digital-Kreuzzugs gegen Schwule zu enttarnen. Die offiziell in den USA ansässige deutschsprachige Website hatte RTL-Moderator Dirk Bach nach dessen Tod als "Homo-Gestörten" und sexuell krank geschmäht. Daraufhin setzte der Berliner Bruno Gmünder Verlag ein "Kopfgeld für  juristisch verwertbare Informationen" über das Portal aus. Binnen 48 Stunden seien "hunderte Hinweise auf stopptkreuznet@brunogmuender.com eingegangen", teilt der Verlag mit. Ab sofort kann für die Kampagne auch gespendet werden. Das eingesammelte Geld fließt auf ein Notarkonto und soll zur Erhöhung der Prämie und für weitere Recherchearbeiten eingesetzt werden.

"Auch der kleinste Betrag hilft", glaubt Verlagschef Tino Henn. "Aber natürlich freuen wir uns sehr, wenn andere Unternehmen oder Einzelpersonen die Aktion mit größeren Summen unterstützen." Als Kampagnen-Koordinator ist Kirchenkritiker und Buchautor David Berger ("Der heillige Schein") mit dabei. Ziel der Aktion sei es nicht, die Website zu hacken, macht Henn klar. "Es geht uns...darum, die Hintermänner dingfest zu machen und zur Verantwortung zu ziehen."  Kreuz.Net ist nach eigenen Angaben eine "Initiative einer internationalen privaten Gruppe von Katholiken in Europa und Übersee, die hauptberuflich im kirchlichen Dienst tätig sind". Namen nennt die Website auch im Impressum nicht.

Kampf gegen Kreuz.net: Spenden für noch mehr Kopfgeld

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