Shitstorm:
#Maggikalypse: Unerwarteter Werbe-Boost für Maggi
In Köln roch es den Morgen über unerklärlich nach Suppe. Schnell war im Netz der Hashtag #MaggiKalypse geboren. Die ersten Maggi-Memes kursierten schon am Vormittag. Aber im Social Web hinkt Maggi den Ereignissen hilflos hinterher.
In Köln roch es den ganzen Dienstagmorgen über unerklärlich nach Suppe. Schnell war im Netz der Hashtag #MaggiKalypse geboren. Die ersten Maggi-Memes kursierten schon am Vormittag. RP-Online hat eine entsprechende Collage mit den schönsten Marken-Karikaturen auf Storify zusammengestellt. Aber Social Media ist nicht gerade ein Lieblingsgericht von Maggi. Die Nestle-Tochter unterhält bislang nur das Maggi Kochstudio auf Facebook, einen eigenen Twitter-Account für die Suppen-Marke gibt es nicht. Auch der Account "Maggi Würze", der amüsante Links zu mittäglichen Rezeptvorschlägen und zum Kölner Faschings-Hit "Es ist noch Suppe da..." postet, sei kein offizieller Kanal des Hauses, so eine Sprecherin. "Wir verfolgen die Diskussion belustigt und begeistert," sagt sie. Ihr Kollege Alexander Antonoff, Stellvertretender Leiter Corporate Communications bei Nestlé betont, man wolle auf die Diskussion überhaupt nicht eingehen.
Maggi selbst habe mit dem Suppen-Geruch nichts zu tun. "Unsere Werke liegen in Lüdingshausen und Singen," unterstreicht Antonoff. Mittlerweile melden auch Kölner Medien, dass die Ursache gefunden sei. Es war keineswegs eine "Guerilla-Aktion" von Maggi, wie einige Twitter-User vermuteten, sondern ein Brand: In Neuss habe eine Aroma-Chemiefabrik gebrannt, bei der das ungefährliche Sotolon freigesetzt wurde, das auch im Maggi-Gewürz Liebstöckel vorkommt. Der Geruch soll bald verflogen sein. Ebenso wie die Chance für Maggi, sich als Marke im Social Web zeitnah zu #Maggikalypse zu profilieren. Der letzte Eintrag im Maggi Kochstudio ist vom Montag - ein Kochtipp. 135.000 Fans hat der Auftritt derzeit. 2011 feierte die Marke ihr 125-jähriges Bestehen.