| | von Ralph-Bernhard Pfister

Mobile Werbestatistik: 70 Prozent mehr Umsatz mit Handywerbung

Immerhin: 36 Millionen Euro Brutto haben Werbungtreibende 2011 in Mobile-Display-Werbung investiert. Und allein im ersten Quartal 2012 waren es bereits 9,3 Millionen Euro, was im Vergleich zum Vorjahresvergleichszeitraum einen Anstieg um über 70 Prozent darstellt. Diese Zahlen gehen aus der Mobile Werbestatistik der Unit Mobile Advertising des Bundesverbands Digitale Wirtschaft und des Marktforschers Nielsen hervor.  Das gemeinsame Projekt liefert erstmals detaillierte Bruttowerbeumsätze zur Display-Werbung auf mobilen Websites und in Apps.

Aufgrund der Daten erwartet der BVDW auch für das ganze Jahr einen deutlichen Anstieg der Mobile-Werbeausgaben: "Der deutsche Markt für Mobile Display Advertising wird um mindestens 70 Prozent zulegen und sich zu einem immer relevanteren Werbekanal entwickeln", sagt Oliver von Wersch (G+J Electronic Media Sales), Leiter der Unit Mobile Advertising. Auch perspektivisch sieht er gute Zeiten für Mobile kommen: "Der Markt wird deutlich profitieren von standardisierten Messmethoden und Leistungswerten, der kontinuierlichen Werbewirkungsforschung sowie einer noch stärkeren Verbreitung der Nutzung von Mobile Internet in der Bevölkerung."

Die Mobile Werbestatistik weist neben den Gesamtwerten auch Werbungtreibende, Kampagnenzeiträume, gebuchte Werbeträger sowie gebuchte Werbeformen aus. Nach Branchen geordnet erzeugte im ersten Quartal 2012 die Automobilbranche mit 2,2 Millionen Euro Brutto den höchsten Werbedruck, gefolgt vom Dienstleistungssektor und der Telekommunikationsbranche (siehe Grafik). Sie basiert auf Meldungen von acht Vermarktern, die laut BVDW und Nielsen 70 bis 75 Prozent des Mobile-Display-Werbemarktes abdecken.

 

"Als Teil der Nielsen Werbestatistik lassen sich Mobile Werbekampagnen bereits aus der Media Mix Perspektive betrachten", sagt Jan Gräwen (YOC), Stellvertretender Leiter der Unit Mobile Advertising. "Besonders Autohersteller nutzen Mobile dabei als einen festen Bestandteil einer Kampagne, wenngleich der durchschnittliche Anteil an Gesamtbudgets noch vergleichsweise gering ausfällt."

Die detaillierteren Daten sollen nun als Planungsgrundlage dienen und so weiteres Wachstum unterstützen. Denn trotz des beachtlichen Anstiegs sind die absoluten Zahlen natürlich noch überschaubar. Das liegt nicht nur daran, dass einige mehr Daten erwarten, bevor sie signifikante Budgets verschieben.

Mehr zur Mobile Werbestatistik, den dieses Marktsegment noch bremsenden Faktoren und den Erwartungen von Mediaagenturen an Mobile Advertising lesen Sie in der aktuellen W&V (22/2012) auf S. 39.

Mobile Werbestatistik: 70 Prozent mehr Umsatz mit Handywerbung

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