Wenn mal was schiefläuft, zeigt sich, "wer ein Fettnäpfchen mit Humor nimmt und wer nicht", sagt Digi-Experte Sascha Pallenberg.
Wenn mal was schiefläuft, zeigt sich, "wer ein Fettnäpfchen mit Humor nimmt und wer nicht", sagt Digi-Experte Sascha Pallenberg. © Foto:CC/Thomas Schmidt

Lesetipp | | von Annette Mattgey

Nach Tim Cooks Super Bowl-Fail: "Apple kann kein Social Media"

Mit ironischen Kommentaren kann Apple offensichtlich nicht umgehen. So entwickelte sich die Kommunikation nach dem verwackelten Twitter-Foto von Apple-CEO Tim Cook zum wahren PR-Desaster. Dabei hätte sich daraus einiges machen lassen - mit etwas Humor, sagt Mobilegeeks-Gründer Sascha Pallenberg

Wie die Story begann: Begeistert vom Ausgang des Super Bowl 2016 schoss Cook spontan ein Bild und schickte es via Twitter ins Netz. Angesichts des Perfektionsanspruchs von Apple war es nicht verwunderlich, dass ihn die User mit dem verwackelten Foto aufgezogen haben. 

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Fehler Nr. 1: Nach kurzer Zeit löschte Cook den verunglückten Tweet und seine PR-Abteilung ersetzte ihn durch ein neues Bild (s.u.) - wohl in guter Absicht: "Sie haben versucht zu retten, was zu retten ist und es dadurch nur noch schlimmer gemacht", urteilt Pallenberg. Jeder, der sich halbwegs in Social Media auskennt, sollte wissen, dass das Netz erstens nichts vergisst und zweitens Löschungen generell ablehnend gegenübersteht und sofort Vertuschung wittert. Oder wie es das US-Tech-Blog BGR formuliert: "Stuff happens, the Internet laughs at stuff, the Internet forgets about stuff."

Der zweite Versuch von Apple, ein Super Bowl-Bild zu verbreiten.

Fehler Nr. 2: Dabei ließ es Apple jedoch nicht bewenden. Die PR-Leute blockten die User, die sich über ihren Chef lustig gemacht haben, was natürlich nicht unbemerkt blieb und von diversen Blogs kommentiert wurde. "Autsch und verdammt unprofessionell",  so Pallenberg.

Sein Fazit: "Apple kann kein Social Media." Denn dazu braucht es ab und zu auch eine gewisse Lässigkeit, die Apple abgeht. "Die Dynamik dieser Kanäle ist nur schwerlich kontrollierbar und das passt so gar nicht zu der glattgebügelten und durchgestylten Strategie Cupertinos." Allerdings ist Pallenberg froh, dass das Missgeschick Tim Cook und nicht Steve Jobs passiert ist. Der hätte vermutlich Atombomben auf die unbotmäßigen Twitter-User geworfen ...

Seine Empfehlung: Das Beste aus dem Fail machen und etwa einen bekannten Fotografen zum nächsten Super Bowl einladen, um mit dem neuen Apple iPhone 7 Fotos zu machen. Tja, diese Chance hat Cook verpasst: "Stattdessen hat sich Apple dazu entschlossen den "Mimimi"-Weg zu gehen und sich abermals als fürchterlich verstaubte und humorlose Firma gezeigt." Sascha Pallenbergs ausführlicher Blog-Beitrag lässt sich hier bei Mobilegeeks nachlesen.

Nach Tim Cooks Super Bowl-Fail: "Apple kann kein Social Media"

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