| | von Uli Busch

Online-IVW: Zeitungsportale schwächeln, StudiVZ stürzt weiter ab

News-Flaute im deutschen Internet: Die großen Zeitungsportale haben im März kaum zulegen können. Im Vorjahresvergleich ging die Traffic-Entwicklung sogar eher abwärts. Welt Online steckte den verhältnismäßig ruhigen Nachrichten-Monat März noch mit am besten weg. Das Springer-Portal kam laut IVW auf 41,5 Millionen Visits und lag damit noch leicht über dem Februar-Wert. Im März 2011 hatte die Website aber noch 45,7 Millionen Visits verbucht. Das Reaktorunglück von Fukushima und der internationale Militäreinsatz in Libyen hatten das News-Geschäft damals weltweit angeheizt.

Süddeutsche.de büßte im März 2012 Traffic ein, das Portal kam auf 36,9 Millionen Visits - nach 37,7 Millionen im Februar und 43,6 Millionen im März 2011. Auch FAZ.Net verbucht ein Minus: 24,8 Millionen Visits kamen im März zusammen, im Februar waren es noch 25,6 Millionen (März 2011: 31,8 Millionen). An IVW-Primus Bild.de ging die Frühjahrsmüdigkeit vorbei. Das Portal verbuchte 218,7 Millionen Visits, 2,8 Prozent mehr als im Februar. Im Vergleich zum März 2011 kann sich die "Bild"-Bilanz ohnehin sehen lassen: Hier lag das digitale Boulevard-Dickschiff noch bei 195,3 Millionen Visits. (Update: In der ersten Version des Artikels stand für März 2012 ein geringerer Visit-Wert, der die IVW-Zählung korrekt wiedergeben hat. Mittlerweile hat die IVW selbst die Zahl korrigiert).

Bei den beiden großen Wirtschaftszeitungen scheint die Zeit der Kopf-an-Kopf-Rennen erst einmal vorbei zu sein. Hier hat Handelsblatt.com im Vergleich zum Vorjahreswert kräftig zugelegt: Rund 14 Millionen Visits meldete das Holtzbrinck-Portal an die IVW. Im März 2011 lag die "Handelsblatt"-Seite noch bei 10,8 Millionen Visits (Februar 2012: 14,18 Millionen). Die Konkurrenz von der "Financial Times Deutschland" kann da momentan nicht mithalten. Noch im März 2011 lag FTD.de mit 11,5 Millionen Visits vorn, diesmal verbuchte das Portal nur 10,4 Millionen Visits (Februar 2012: 10,77 Millionen).

Zu den größten Verlieren im Online-Markt gehörte auch diesmal wieder Holtzbrincks VZ-Familie. Im Februar hatte das soziale Netzwerk aus technischen Gründen keine IVW-Zahlen geliefert, im März zeigte sich wieder das ganze Elend: Rund 53 Millionen Visits kamen zusammen - nach 265,8 Millionen im Jahr zuvor.

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