Berufsbildungswerk der Versicherungswirtschaft: Besser als Nichts ist auch nicht gut
Langweilig und trocken: Mit diesem Image hat die Versicherungsbranche beim Personal-Nachwuchs noch immer zu kämpfen. Gewollt und angestrengt: So ist leider die gemeinsame Employer Branding Kampagne von acht Versicherern.
Dabei ist die Vorgehensweise eigentlich ganz clever. Die Azubis sollen sich Gedanken machen, wie man den Nachwuchs von der Ausbildung begeistern könnte. Darauf aufbauend entwickelte die Agentur B&B aus Hannover die Kampagne, die bei den Jugendlichen Begeisterung für den Versicherungsberuf auslösen soll.
Die Botschaft lautet: Der Einstieg bei einem Versicherer ist „Besser als…“ das meiste, was jungen Menschen gefällt (oder wovon die Kampagnen-Macher meinen, dass Jugendliche es hip finden). Auf der „Besser als“-Homepage ist aufgeführt, warum der Versicherungs-Job besser ist als Popstar-werden, jedes Tatoo oder ein Spicker. Abgesehen davon, dass diese Verknüpfungen nicht einleuchtend sind, zieht nicht jedes Argument. Denn dass die Versicherungsbranche dauerhafter als das Arschgeweih ist, das wünscht sich sicher so manch einer, der in jugendlichem Leichtsinn den Gang zum Tätowierer wagte.
Auch die Formulierung „besser als“ ist unglücklich. Denn besser als auf der Straße zu stehen sind ja viele Jobs. Das trifft bei den Wünschen der jungen Bewerber sicher nicht ins Schwarze. Obwohl: Zumindest bei Facebook hat die Aktion schon sage und schreibe 250 Fans in zwei Wochen gewonnen….
Wie die Kampagne bei den Jugendlichen ankommt, werden Allianz, Concordia, Hannover Rück-Gruppe, Mecklenburgische, Talanx, VGH Versicherungen, VHV Gruppe und Volkswagen Financial Services sicher anhand der Bewerbungen erfahren.
Initiator und federführend ist das BWV – Berufsbildungswerk der Versicherungswirtschaft in Hannover e. V.
Mozart Redakteur







