Die arme Tochter muss kochen, am Telefon Geschäfte abwickeln, waschen und die Post erledigen - alles gleichzeitig.
Die arme Tochter muss kochen, am Telefon Geschäfte abwickeln, waschen und die Post erledigen - alles gleichzeitig. © Foto:Screenshot Youtube

Waschmittel-Viralhit | | von Anja Janotta

Der großartige Ariel-Spot von BBDO Mumbai

In unserer Redaktion sehen wir tagtäglich viele Spots. Darunter vieles, was die Agenturleute gerne vollmundig als "emotionalen Spot" ankündigen, Hauptsache, irgendwas mit Gefühlen. Doch leider bleibt bei diesen vielen großen, kleinen und groß aufgeblasenen Gefühlen die Empathie des Redakteurs oftmals auf der Strecke. Denn oft genug wird in der Werbung "emotional" gleichgesetzt mit gefühlsduselig, mit aufgeblasen oder klischeelastig. Jedenfalls richtig gute emotionale, wirklich anrührende, wirklich relevante Spots sehen wir wenige.

Dieser Spot von Ariel, der am Wochenende sogar von Facebook-Vize und Frauen-Aktivistin Sheryl Sandberg geteilt wurde, ist eine dieser Ausnahmen. Denn darin bittet ein indischer Vater seine Tochter, die die Doppeltbelastung Job und Haushalt zusehends aufzufressen scheint, um Verzeihung. Er habe ihr ein schlechtes Vorbild abgegeben und nun denke sie, die Aufteilung zwischen Mann und Frau müsse so sein, wie sie das zuhause erlebt habe. Zwar spielt die Geschichte in Indien, aber wirklich weit weg scheinen derartig patriachalische Strukturen auch von uns nicht zu sein. Wäre das Video sonst viral gegangen?

BBDO Mumbai ist für diesen klugen wie eingängigen Spot #sharetheload verantwortlich, bei dem erst ganz am Schluss und recht dezent der Bezug zur Marke hergestellt wird. Es ist nicht das erste Mal, das die Agentur für Ariel das Thema Geschlchtergerechtigkeit aufgreift. Ein ähnlicher Spot war schon 2015 mit einem Glass-Lion ist Cannes ausgezeichnet worden:

Der großartige Ariel-Spot von BBDO Mumbai

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