Der Schock der Jungfrau Maria
Die Kirche St. Matthew in Auckland, Neuseeland, ist bekannt für ihre provokanten Werbeaktionen. Im vergangenen Jahr zeigte ihr Plakat Maria und Josef im Bett, nach einer offenbar enttäuschenden Liebesnacht. Auch in diesem Jahr macht die Kirche mit einer aufsehenerregenden Weihnachtskampagne auf sich aufmerksam. Ein großes Billboard zeigt eine geschockte Jungfrau Maria - mit einem positiven Schwangerschaftstest in der Hand.
Mit dem Motiv will die Kirche darauf hinweisen, dass Weihnachten für viele Menschen eine schwierige Zeit ist. Weil ihnen Geld fehlt, weil sie krank sind oder Gewalt erleiden müssen. "Maria war unverheiratet, jung und arm. Diese Schwangerschaft sollte ihr Leben verändern. Sie war sicherlich nicht die erste Frau in solcher einer Situation und auch nicht die letzte", erklärt Vikar Glynn Cardy der Zeitung "Auckland Now".
Aufmerksamkeit ist ihr auf jeden Fall erneut sicher: Auf der Facebook-Seite der Kirchengemeinde wird rege über das Motiv diskutiert. Auch eine Methode, Menschen die Themen Kirche, Weihnachten und Glaubensfragen näher zu bringen.
In Deutschland sorgte jüngst die Weihnachtskampagne von Media-Markt für Aufregung, vor allem bei christlichen Gruppen. Der Werberat winkte die Spots jedoch durch. Es bestehe keine Verletzung der religiösen Empfindung durch den Slogan "Weihnachten wird unter dem Baum entschieden", sagt Werberat-Sprecher Volker Nickel.
Schobelt Redakteur







